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Kulturausschuss begrüßt Konzept für ehemalige Pestalozzischule in Lübbecke

Neues Bildungszentrum geplant

Lübbecke

Die ehemalige Pestalozzischule an der Rahdener Straße soll zu einem Bildungs- und Kulturzentrum umgestaltet werden.

Friederike Niemeyer

Zum neuen Bildungs- und Kulturzentrum in der ehemaligen Pestalozzischule könnte auch ein Selbstlernzentrum gehören. Foto: Stadt Lübbecke

Neben der Kindertagesstätte sollen Volkshochschule und Musikschule dort nicht nur untergebracht werden, sondern auch Raum erhalten, Synergien zu entwickeln, also neue Bildungsangebote. Der Ausschuss für Bildung und Kultur hat in seiner ersten Sitzung am Montagabend einstimmig die Eckdaten der nun beginnenden Planung beschlossen und somit endgültig den ursprünglichen Ansatz begraben, nutzungsunabhängig das Gebäude zu sanieren.

Im Oktober waren die von der Verwaltung vorgelegten Sanierungspläne auf wenig Gegenliebe im Bauausschuss gestoßen. Vor allem die fehlenden Überlegungen, für Barrierefreiheit im Obergeschoss zu sorgen, waren ein Kritikpunkt. Es wurde der Beschluss gefasst, die Planungen noch einmal neu zu beginnen. Das Ergebnis der Überlegungen stellte Hauptdezernent Philipp Knappmeyer nun vor.

Während die Kindertagesstätte Holzwürmchen für ihren Gebäudetrakt eigenständig plant, will die Stadt in den verbleibenden Räumen einen „bürgerfreundlichen kulturellen Ort des Lebens, Lernens und Begegnens“ schaffen, der auch über ein einladendes Außengelände verfügen soll. Der Beirat für Menschen mit Behinderung soll die Planungen begleiten, damit die Räume auch wirklich für alle zugänglich sind, so das formulierte Ziel.

Dezernent Philipp Knappmeyer

Die alte Schulekönne nach dem Umbau ein großes Potenzial für neu gedachte Bildung in Lübbecke entfalten, so die Hoffnung. Denn auch Schulen und Vereine könnten dort mit einbezogen werden. Ein weiterer Pluspunkt sei die vorhandene Kleinsporthalle, die etwa für Präventionskurse oder Eltern-Kind-Turnen genutzt werden könne. Zudem könnte das städtische Museum Räume im Keller belegen. „Es ist rege Betriebsamkeit am Bildungszentrum zu erwarten“, so der Dezernent im Nutzungskonzept. Vom morgendlichen Kita-Betrieb über die nachmittäglichen Musik- und Kursstunden bis zu abendlichen kleineren kulturellen Formaten wie Lesungen, Vorträge oder Konzerte.

Damit dies alles Wirklichkeit werden kann, ist die Bereitschaft notwendig – und vorhanden –, dass etliche Räume mehrere Nutzer haben, es also keine strikte Trennung zwischen VHS und Musikschule gibt.

Einige bauliche Eckdaten stehen auch bereits fest. So soll es einen Haupteingang mit Foyer und Wegweisung in die unterschiedlichen Gebäudeteile geben. An Fahrstuhl und barrierefreie Toiletten muss ebenso gedacht werden wie an fahrradfreundliche Zuwegung und die Anlieferung des Kita-Mittagessens.

Michael Hafner (SPD)

Die Pläne stießen auf großes Lob im Ausschuss. Michael Hafner (SPD) sprach von einem „wundervollen Konzept“, das Unterstützung verdiene. „Dieses Gebäude wird Ausstrahlung über Lübbecke hinaus haben“, sagte er.

Christoph Krüger (CDU) brachte schon gleich konkrete Ideen wie eine Bring- und Abhol-Haltestelle ein, mahnte aber auch, die Auswirkungen auf die Innenstadt mit zu bedenken, wenn so viel Kultur wegwandere.

Auf die Nachfrage der Sachkundigen Bürgerin Eva Maria Hasenkamp (FDP) zu Kosten, den Auswirkungen auf die Stadthalle und zur Zukunft des Alten Amtsgerichts betonte Bürgermeister Frank Haberbosch, dass es zunächst darum gehe, die Planungsidee zu unterstützen. „Wenn wir das dann weiterverfolgen, wird sich zeigen, was es kostet“, so Haberbosch.

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