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Seniorenquartier: Bauträger und Investor übergeben Schlüssel an Einrichtungsleiterin Karola Holweg

Residenz steht in den Startlöchern

Espelkamp

16 Millionen Euro sind investiert worden. Nun steht das Seniorenquartier Espelkamp am Frotheimer Weg in den Startlöchern. Die ersten Bewohner sollen noch diesen Monat einziehen.

Felix Quebbemann

Einrichtungsleiterin Karola Holweg (links) nimmt in einem der Speisesäle symbolisch den Schlüssel von Heinz Beekmann (Aedifica, rechts) entgegen. Bürgermeister Henning Vieker (hinten) und Frank Markus (Sprecht-Gruppe) freuen sich über die Inbetriebnahme des Hauses. Foto: Felix Quebbemann

„Schön, dass Sie da sind.“ Mit diesen Worten werden künftig die Bewohner des Wohnbereichs „Osterwald“ im neuen Seniorenquartier Espelkamp begrüßt. Rot, Gelb, Grün – bunte, aber auch warme Farben an Wänden und Pfeilern erschaffen eine angenehme Atmosphäre.

Kein normaler Tag

Noch ist das Seniorenquartier zwar nicht bewohnt. Lange dauert es aber nicht mehr – genauer gesagt sollen die ersten Bewohner Mitte des Monats einziehen, erklärte die Einrichtungsleiterin Karola Holweg am Freitagmorgen. Dieser Freitag war auch für sie kein normaler Tag.

Denn nach einem Rundgang mit Investoren, Bauträgern und Vertretern der Stadt erhielt Holweg symbolisch den Schlüssel für den Gebäudekomplex, der auf dem Platz der ehemaligen Ina-Seidel-Schule entstand.

Noch befinden sich einige Teile des Gebäudes im Bau. In Lübbecke betreibt Emvia-Living bereits ein ähnliches Haus. Foto: Felix Quebbemann

Frank Markus, Geschäftsführer der Specht-Gruppe (Bauträger), attestierte Karola Holweg bei der Gestaltung der Räume „ein gutes Händchen“. Er blickte zurück und sagte, dass vor beinahe zwei Jahren der Spatenstich für die Seniorenresidenz gesetzt worden sei. Das Projekt aber „haben wir bereits vor vier Jahren für uns entdeckt.“ Der Standort am Frotheimer Weg sei „sehr zentral, jedoch mit dem Blick ins Grüne“ – nämlich auf die Kleine Aue.

Etwas Verzug

Etwas Verzug beim Bau habe es gegeben, denn der Abriss der Ina-Seidel-Schule und der Turnhalle sei umfangreicher gewesen als erwartet, so Markus – zum Beispiel durch die Trennung der Baustoffe. Im Kreis Minden-Lübbecke sieht Markus zudem für Senioreneinrichtungen „viel Potenzial“.

Auf dem 13.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen 80 stationäre Pflegeplätze und 35 barrierefreie Wohnungen. Hinzu kommen 18 Plätze in der Tagespflege. Es wurden 21.500 Kubikmeter umbauter Raum geschaffen. Die Gesamt-Investitionssumme beläuft sich auf 16 Millionen Euro. Betrieben wird das Haus von der Emvia-Living, die 55 Mitarbeiter, einige direkt aus der Region, beschäftigt.

Dr. Henning Vieker

Frank Markus betonte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Espelkamp, die immer lösungsorientiert vorgegangen sei.

Bürgermeister Dr. Henning Vieker erklärte, dass die Nachfrage nach Pflegeplätzen im Seniorenbereich da sei. Mit der neuen Seniorenresidenz „wird eine Lücke geschlossen. Das ist ein wichtiges Angebot“.

Heinz Beekmann, Deutschland-Chef des Investors Aedifica, stellte heraus, dass sein Unternehmen bereits rund 70 Häuser dieser Art in Deutschland gebaut habe, „viele von ihnen gemeinsam mit der Specht-Gruppe“.

Begegnungsmöglichkeiten

Bevor der Schlüssel übergeben wurde, führte Einrichtungsleiterin Karola Holweg die Gäste durch die noch verlassenen Räume.

Vom Standard-Zimmer bis hin zur Suite können sich die Senioren ein Domizil aussuchen. Viele Aufenthaltsräume sorgen für Begegnungsmöglichkeiten. Und sicherlich werden die Balkone mit Blick auf den Naturbereich Kleine Aue künftig von vielen Bewohnern intensiv genutzt.

Kleines Detail am Rande: Jeder Wohnbereich ist nach einem bekannten Gebiet in Espelkamp benannt: zum Beispiel „See am Kleihügel“ und „Osterwald“.

Feuerwehr-Einsatz

Die Küche ist einsatzbereit und wurde gestern ebenfalls ausgetestet. Dass dadurch bei der Brandmeldeanlage ebenfalls ein unfreiwilliger Check ausgelöst wurde, hatte zur Folge, dass Feuerwehr und Polizei ausrücken mussten. Gäste und Betreiber nahmen diesen Fehlalarm aber als positives Zeichen: Alarmierung und schnelles Eingreifen der Rettungskräfte ist im Ernstfalle gewährleistet.

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