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Kinderkulturreihe „So ein Theater“ wieder da: Auftakt mit dem Stück „Happy Bird‘s Day“

Toller Auftakt in englischer Sprache

Espelkamp

Endlich ist sie wieder da - die Espelkamper Kinderkulturreihe "So ein Theater". Den Auftakt hat am Dienstagnachmittag das R.A.M.-Theater gemacht. Und dieses hat perfekt Lernen und Unterhaltung miteinander verbunden.

Von Felix Quebbemann

Das R.A.M.-Theater spielt Happy-Bird's-Day im Neuen Theater Espelkamp Foto: Felix Quebbemann

Kinderlachen und aufgeregte Zwischenrufe bei einer Aufführung im Neuen Theater, – „Moment mal, das kann doch nicht wahr...!“ – doch kann es. Denn endlich ist sie wieder da. Die Kinderkulturreihe „So ein Theater“. Auch die wurde von der zweijährigen Corona-Pandemie voll erwischt.

Es geht wieder los!

Umso glücklicher war Susanne Flade-Brune, Mit-Organisatorin der Reihe, als sie am späten Dienstagnachmittag auf der Bühne des Neuen Theaters stehen und den rund 50 Kindern sagen konnte: „Es freut uns, dass wir wieder starten können.“ Im Vorfeld hatte Flade-Brune erklärt, dass die Stadt in diesem Jahr noch vorsichtig plane – mit drei Veranstaltungen, die jedoch alle hochkarätige Events sind. Diese auszurichten sei aber noch mit größerem Aufwand verbunden. Schließlich müssten die noch bestehenden Corona-Auflagen beachtet werden.

Das Neue Theater aber bot dafür die idealen Bedingungen. Und so konnte Flade-Brune eine „ganz besondere Geburtstagsparty“ ankündigen – mit dem „Theater R.A.M.“ aus Hildesheim. Die beiden R.A.M.-Schauspieler legten auch gleich richtig los. Oder nein – erstmal gar nicht so wirklich. Bert, gespielt von Mark Roberts, hat Geburtstag und will feiern mit seinen Freunden. Blöd nur, dass niemand kommt. Tisch gedeckt, Konfetti, Kuchen – alles fertig aber umsonst? Pustekuchen! Denn „Happy Bird“ (Manuela Hörr) schneit plötzlich mit einem Krempel-Sammelsurium in Berts Leben. Damit hatte das Geburtstagskind nicht gerechnet. Zunächst etwas verstört von dem Vogel-Tausendsassa, versucht Bert, den ungebetenen Gast loszuwerden. Der ist aber hartnäckig und knackt so die harte Schale von Bert. Schließlich wird zusammen gesungen und letztlich auch gelacht.

Bert ist traurig. Das ändert sich erst mit dem Auftritt von "Happy Bird". Foto: Felix Quebbemann

Das Ziel von „Happy Bird“ ist erreicht. Das Stück war auf Englisch und für Kleinkinder gedacht. Und so wurde einfach unterhaltsam verpackt, was im Englischunterricht wahrscheinlich dröge rübergekommen wäre. Ein Beispiel gefällig? Bitte: Wenn man im Unterricht unzählige Mal den Unterschied zwischen „In“ und „Out“ bloß erklärt, dürfte das schnell die Aufmerksamkeit der Schüler ermüden lassen. Wenn aber „Happy Bird“ als Jack Sparrow verkleidet oder mit einem fernfunkgesteuerten Auto Berts Wohnung betritt und dabei immer wieder „In“ ruft, und Bert versucht, diese „schändlichen Missachtungsversuche seiner Anweisungen“ mit einem gestrengen „Out“ zu unterbinden, ruft das jede Menge Lacher im Publikum hervor. Die Kinder haben schließlich laut die beiden Worte mitgerufen. Bedeutungsunterschied erkannt – Ziel erreicht! Mit Musik geht lernen übrigens kinderleicht. Nachdem Bert auf einer kleinen Gitarre – einer Guitarlele – gespielt hat, nutzt „Happy Bird“ eine Schaffenspause dafür, Dosen auf seinem Kopf zu stapeln. „A box on box on box...“ flüstern die Kinder gespannt mit, als Bird immer weiter stapelt.

Schließlich singen und tanzen die beiden sogar zusammen. Foto: Felix Quebbemann

Lernen einfach gemacht, mit jeder Menge Spaß. Genau das war das Ziel des R.A.M.-Theaters. Englisch lernen mit Freude. Dabei hat das Schauspielduo nicht nur allerlei komödiantisches Geschick und Talent an den Tag gelegt. Auch ihre Aussprache war deutlich. Ihre Wiederholungen hatten niemals den Charakter des Lernens, sondern vielmehr den des komödiantischen Schauspiels mit der dazu passenden, urkomischen Mimik. Und wenn dann auch noch „Happy Birthday“ – nicht „Happy Bird‘s Day“ auf dem Xylophon in rasanter Geschwindigkeit heruntergeklimpert wird, sorgt das viele Lacher. Ein tolles Stück, tolle Schauspieler und ein tolles Publikum, das sich am 8. März auf den nächsten Kinderkulturkracher freuen darf: eine „Die drei ???-Kids“ Lesung im Bürgerhaus.

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