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Stadtführer schicken Rätselspaß in eine neue Runde – Wissenswertes über Espelkamp

Warum hieß es "Elithe-Kino"?

Espelkamp

Das Elite-Kino ist weit über die Grenzen Espelkamps hinaus bekannt. Warum aber hieß es zu Beginn eigentlich "Elithe-Kino"? Der Standort war zudem auch nicht immer der aktuelle im Mittwald-Center.

Von Felix Quebbemann

Das ehemalige Elite-Kino stand - im Vergleich zum heutigen Kino - deutlich weiter vorgezogen auf dem Platz am Rathaus. Eine Aufnahme aus den frühen 1970-er Jahren zeigt das Kino, vor dem ab 1972 der Markt ausgerichtet wurde. Foto: Geschichtskreis

Die Stadt Espelkamp hat eine junge, aber sehr interessante Geschichte. Und weil dem so ist, haben sich die Espelkamper Stadtführer gedacht: „Verbinden wir doch mal Wissenswertes mit dem Glück“. Und prompt war das Espelkamper Stadträtsel geboren.

Wechselvolle Geschichte

Darin fragen die Organisatoren in regelmäßigen Abständen nach historischen Begebenheiten oder Gebäuden im gesamten Stadtgebiet Espelkamp. Dieses Mal ist das Augenmerk wieder auf die Innenstadt gerichtet; um genau zu sein, auf das Elite-Kino.

Denn das hat eine wechselvolle Geschichte erlebt, die bis in das Jahr 1956 zurückreicht. Grund genug für die Stadtführer, das Espelkamper Kino in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken.
Nach der entbehrungsreichen Zeit während des Zweiten Weltkriegs und der ersten Jahre danach war der Hunger nach kulturellen Veranstaltungen und guter Unterhaltung auch in der jungen Stadt groß. Zunächst fanden solche Veranstaltungen privat organisiert statt. Dafür wurden unter anderem Räume in der Kolonie zur Verfügung gestellt. Später gab es auch Kultur in Gaststätten, im Ludwig-Steil-Hof und in der Turnhalle der neu erbauten Waldschule an der Kantstraße. Auch Filme wurden so immer wieder gezeigt.

Das änderte sich jedoch in den 1950-er Jahren. Da wurde für die Filmfans ein wichtiger Grundstein in Espelkamp gelegt. Denn im Jahr 1956 konnte das auf dem heutigen Wilhelm-Kern-Platz – dem damaligen Rathausplatz – neu errichtete Espelkamper-Lichtspiel-Theater seinen Betrieb aufnehmen.

Meilenstein

Ein Meilenstein in der Kulturlandschaft. Der Kinosaal hob sich deutlich mit seinen Maßen vom Bereich des Kassenhäuschens, in dem die Karten ausgegeben wurden, und von den Aufenthaltsräumlichkeiten ab. Über dem Eingangsbereich wurden die Top-Filme – ähnlich der Kinos in den Großstädten – mit länglicher Leuchtreklame beworben.

Um den Platz am Rathaus unter anderem für den Markt zu erweitern, wurde das alte Elithe-Kino abgerissen. Das war im Jahr 1978. Foto: Geschichtskreis

Doch sollte das Elite-Kino an dem Platz lediglich rund 22 Jahre bleiben. Es wurde 1978 abgerissen, um den Wilhelm-Kern-Platz zu vergrößern. Das Elithe-Gebäude stand im Gegensatz zum heutigen Kinosaal nämlich viel dichter an der Breslauer Straße.
Und so zog das heutige Elite-Kino – das damals übrigens mit vollem Namen „Elite-Komfort-Service-Kino“ hieß – in den westlichen Teil des neu erbauten Mittwaldcenters ein.
Und nun zur Frage des Stadträtsels im Monat Februar 2022: Warum trug das 1956 erbaute und 1978 abgerissene Kino den Namen „Elithe-Kino“? Heute wird es ja Elite-Kino geschrieben.

Egal ob Ortskenner oder Ratefuchs: Alle Interessierten sind eingeladen, beim Stadträtsel mitzumachen. Die Antwort muss bis spätestens 28. Februar entweder per E-Mail an stadtraetsel@espelkamp.de unter Angabe von Vor- und Nachnamen, Adresse und Telefonnummer oder per Post mit dem Stichwort „Stadträtsel Februar 2022“ an den Stadtmarketingverein Espelkamp, Wilhelm-Kern-Platz 1, 32339 Espelkamp, geschickt werden.
Unter den richtigen Einsendungen werden zwei Eintrittskarten für einen Film nach Wahl einschließlich Popcorn und Kaltgetränk entweder für das Elite-Kino in Espelkamp oder für die Lichtburg in   Quernheim verlost.

Teilnahmebedingungen

Die Auflösung der Frage sowie der Gewinner werden im kommenden Monat in dieser Zeitung bekannt gegeben. Der Gewinner wird darüber hinaus zeitnah über sein Glück von den Stadtführern informiert. Die Teilnahmebedingungen finden alle Interessierten auch im Netz.

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