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Mehrgenerationenpark: Seniorenbeirat stellt Entscheidung in Frage

»Wie kriegen wir Leben in die Bude?«

Espelkamp (WB). Der Mehrgenerationenpark im Borås-Park wird seit einiger Zeit vom Seniorenbeirat vorbereitet und intensiv begleitet.

Felix Quebbemann

Derzeit werden im Nordwesten des Borås-Parks Wasserleitungen verlegt. Die Arbeiten haben indirekt mit dem Bau des Mehrgenerationenparks zu tun. Sie sind vorbereitende Maßnahmen für den Umbau. Foto: Felix Quebbemann

Entscheidung zu den Bewegungsgeräten

Reinhard Rödenbeck, Vorsitzender des Beirates, erklärte in der vergangenen Beiratssitzung, dass es in der Arbeitsgruppe (AG) Mehrgenerationenpark eine Entwicklung gebe, die es notwendig mache, über eine Entscheidung zu den Bewegungsgeräten erneut zu sprechen.

Rödenbeck resümierte kurz, dass sich der Seniorenbeirat vor einiger Zeit für bestimmte Bewegungsgeräte entschieden habe. Nun aber sei seitens der jüngeren Mitglieder in der AG das Interesse an Spielgeräten von einem anderen Anbieter bekundet worden. In der AG sind auch Vertreter von Jugendeinrichtungen sowie der Stadtjugendpflege beteiligt.

»Vergeuden wir jetzt nicht unsere Zeit damit.«

Im Park selbst sollen sowohl Geräte für Senioren wie auch für Kinder und Jugendliche aufgebaut werden. Rödenbeck fragte nun die Beiratsmitglieder: »Müssen wir unsere Entscheidung jetzt nochmal grundsätzlich in Frage stellen?«

Der Vorsitzende hatte dazu aber seine ganz klare Meinung und erklärte: »Vergeuden wir jetzt nicht unsere Zeit damit.« Er sehe keinen Sinn darin, sich nun noch einmal von mehreren Anbietern Angebote einzuholen, »um 3,45 Euro zu sparen. Für mich ist vielmehr die Frage zu klären: ›Wie kriegen wir da Leben in die Bude‹«, sagte Reinhard Rödenbeck. Er will den Mehrgenerationenpark nach der Fertigstellung für die Bürger zu einem beliebten Anlaufpunkt machen.

Mit der Diskussion um neue Spielgeräte habe man sich auf ein »anderes Gleis bewegen lassen. Wir hatten eigentlich eine Entscheidung«, ärgerte sich Rödenbeck auch etwas darüber, die Interessen der Senioren in der AG nicht vehement genug vertreten zu haben.

Integriertes Handlungskonzept

Für die Senioren sind sechs Geräte im Park vorgesehen. Im Vorfeld waren Mitglieder des Seniorenbeirates in verschiedene Gemeinden und Städte gereist, um sich unterschiedliche Bewegungsgeräte anzuschauen. Nach längerer Diskussion hatte der Beirat schließlich entschieden.

Mit der bevorstehenden Sitzung der AG am Dienstag, 27. August, rückt eine endgültige Entscheidung zur Ausgestaltung und zum Kauf der Geräte näher. »Das was uns umtreibt ist die Frage, wie wir den Park lebendig bekommen«, stellte Rödenbeck klar. Dieser Meinung konnten letztlich auch alle anwesenden Beiratsmitglieder folgen. Die getroffene Entscheidung zu den Bewegungsgeräten soll somit nicht mehr in Frage gestellt werden.

Der Mehrgenerationenpark fällt in das integrierte Handlungskonzept »Soziale Stadt«. Hierfür hatte die Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl den Förderbescheid in der vergangenen Wochen an die Stadtverantwortlichen übergeben (wir berichteten).

Mittelzusage

Darauf ging auch der stellvertretende Beiratsvorsitzende Gunter Kramer noch kurz ein. »Wir haben die Zusage für die Mittel und die Zusage, dass mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann«, sagte er. Die Ausschreibungen könnten nun raus. »Die Warmwasserleitung ist nun auch beinahe drin«, erklärte Kramer, auch wenn diese Maßnahme nicht direkt mit dem Bau des Parks in Verbindung stehe, sondern nur vorbereitende Maßnahme sei.

Das Park-Projekt steht auch für Mittwoch, 5. Juli, auf der Agenda der Stadtführer. Diese laden für 18 Uhr zur Begehung der Baustelle Borås-Park ein. Kramer bat alle Beiratsmitglieder darum, auch vor Ort zu sein, um eventuelle Fragen der Rundgang-Teilnehmer umgehend beantworten zu können.

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