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Sozialausschuss: Friedrich Schumacher stellt die aktuellen Flüchtlingszahlen für Espelkamp vor

Zahlen wieder auf Normal-Niveau

Espelkamp

Friedrich Schumacher, Leiter des Sozialamtes in Espelkamp, hat die aktuellen Flüchtlingszahlen für Espelkamp im Sozialausschuss bekannt gegeben. Die Zahlen, so Schumacher, seien demnach für die Stadt „absolut im Rahmen“.

Felix Quebbemann

Die Zuweisungen von Flüchtlingen nach Espelkamp in den vergangenen Jahren sind deutlich zurückgegangen. Dies erklärte Friedrich Schumacher, Sachgebietsleiter Soziale Dienstleistungen, während der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses im Bürgerhaus.

Waren es im Jahr 2015, während der großen Flüchtlingskrise, noch 438 Menschen, so hat Espelkamp aktuell fünf Zuweisungen zu verzeichnen. „Ab 2016 haben die Zahlen wieder abgenommen und wir haben wieder Werte wie vor 2014“, sagte Schumacher. Die aktuellen Zahlen seien absolut im Rahmen und damit könne die Stadt auch gut umgehen, führte Schumacher weiter aus.

153 Leistungsbezieher

Er erläuterte darüber hinaus, dass es derzeit 153 Leistungsbezieher nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gebe – Stand 2020. Auch da unterscheiden sich die Zahlen deutlich von denen zur Hoch-Zeit der Flüchtlingskrise. So waren es im Jahr 2016 zum Beispiel 426.

Von den aktuell 153 Leistungsbeziehern seien 96 männlich und 57 weiblich. Insgesamt 60 seien unter 18 Jahre. „Davon sind 32 männlich“, sagte Schumacher.

Friedrich Schumacher

Insgesamt gebe es in Espelkamp laut Statistik der Ausländerbehörde 420 Flüchtlinge mit unterschiedlichem Status. So hätten 69 Personen eine so genannte Aufenthaltsgestattung. Das bedeutet, dass sich die Menschen für die Dauer der Prüfung eines Asylverfahrens in Deutschland aufhalten können.

Insgesamt 148 Menschen werden derzeit geduldet. Diese Personen dürfen sich in Deutschland aufhalten, weil die Abschiebung „vorübergehend ausgesetzt“ wurde – zum Beispiel, weil die betroffene Person im Heimatland politische Repressalien befürchten muss. Eine Aufenthaltserlaubnis haben 203 Flüchtlinge.

Die Flüchtlinge werden in Espelkamp in 70 Wohnungen untergebracht. Schumacher betonte dabei: „Wir haben an dem Konzept der sozialverträglichen Unterbringen festgehalten. Damit können wir Konflikte umgehen.“

70 Wohnungen

Nach diesem Konzept erhalten Einzelpersonen ein eigenes Zimmer. Eine Familie erhält eine eigene Wohnung. Die Stadt Espelkamp hält insgesamt 70 Wohnungen für Flüchtlinge bereit. „Darin leben 238 Menschen“, führte Schumacher weiter aus. 46 Wohnungen habe die Stadt Espelkamp von der Aufbaugemeinschaft angemietet. Neun Wohnungen stellt die Stadt selbst, drei wurden von privater Seite angemietet. „Die städtische Wohnanlage hat insgesamt zwölf Wohnungen“, sagte Schumacher.

Der Sozialamtsleiter gab im Ausschuss zudem noch weitere aktuelle Zahlen des Sozialamtes bekannt, denn die Mitglieder des Sozialausschusses kamen zum ersten Mal nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr in dieser Konstellation zusammen.

Mietzuschuss

So hat Espelkamp aktuell 373 Grundsicherungsberechtigte. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Da waren es noch 417. Wohngeldberechtigte habe es laut Schumacher im vergangenen Jahr 1179 Menschen gegeben. Dabei haben 869 Antragsteller einen Mietzuschuss erhalten, 310 einen Lastenzuschuss. Dieser Zuschuss wird bei Hauseigentum gewährt. Das Espelkamper Sozialamt habe sich zudem mit 1258 Rentenvorgängen beschäftigt.

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