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Espelkamper stellen das Programm zur Woche »Bunt statt schwarz-weiß« vor

Zufallsprodukt wird zum Dauerbrenner

Espelkamp (WB). Ein Zufallsprodukt ist zu einem Dauerbrenner geworden, der immer mehr Ehrenamtliche und Aktive anzieht.

Felix Quebbemann

Die Mitwirkenden und die Veranstalter haben im Ratssaal das Programm für die BSSW-Woche angekündigt. Es werden insgesamt 18 Veranstaltungen ausgerichtet. Die meisten von ihnen sind kostenlos. Es sind aber Anmeldungen erforderlich Foto: Felix Quebbemann

Die Aktionswoche »Bunt statt schwarz-weiß« (BSSW) geht in ihr viertes Jahr. Und das Programm ist so umfangreich, wie noch nie. Neben den zahlreichen Ehrenamtlichen werden sich in diesem Jahr auch Privatpersonen, einige große Espelkamper Unternehmen und auch erstmals die Ratsfraktionen geschlossen beteiligen.

Projektwoche

Christel Senckel, stellvertretende Bürgermeisterin, erklärte während der Programmvorstellung im Rathaus, dass die Projektwoche eigentlich nur rein zufällig entstanden sei. »Wir hätten im Traum nicht daran gedacht, dass sie sich so entwickeln kann.« Aber sie kann. In diesem Jahr wird sich die BSSW über zwei Wochen erstrecken. Und sie hat einige sagenhafte Höhepunkte zu bieten. Im Mittelpunkt, so machte es Frank Engelhardt, Stadtjugendpfleger und Mit-Organisator der Woche deutlich, stehen immer die Werte »Vielfalt, Toleranz und Demokratie«. Die BSSW werde auch in diesem Jahr wieder innerhalb der internationalen Woche gegen Rassismus ausgerichtet.

Startschuss

Den Startschuss macht die Ausstellung »Youniworth«, die am Montag, 11. März, im Gebäude der Alten Post um 10 Uhr eröffnet wird. Claudia Armuth vom Jugendmigrationsdienst der Diakonie hat die Ausstellung organisiert. Und sie zeigt die Relevanz der BSSW-Woche deutlich auf. All die »unangenehmen Töne« der jüngeren Vergangenheit zeigten, »dass Rassismus offensichtlich wieder salonfähig wird. Das schockiert mich sehr«, sagte Armuth. Auch die vielen Äußerungen zum Thema Abschiebungen gingen unter die Haut. Sie nannte als aktuellstes Beispiel die Äußerungen von Innenminister Horst Seehofer, der erst am Wochenende verkündet hatte, Abschiebungen erleichtern zu wollen.

Es sei daher umso erfreulicher, »dass wir dieses Bündnis zustande gebracht haben«, sagte Armuth. Die Ausstellung Youniworth richtet den Fokus auf das Zusammenleben in Deutschland und will für die Themen Jugend und Migration sensibilisieren. Offiziell wird die BSSW dann am Montag um 17 Uhr mit der Veranstaltung »Gemeinsam stark« in der Aula der Sekundarschule eröffnet. Sekundarschüler und Berufskolleg-Studierende werden ihre Beiträge zum Oberthema präsentieren.

27 Mitwirkende

Insgesamt sind in diesem Jahr 27 Mitwirkende und Veranstalter beteiligt. Es gibt 18 verschiedene Angebote. »Zu den öffentlichen Veranstaltungen kommen noch Angebote für Schulklassen hinzu«, sagte Engelhardt.

Ein besonderes Highlight dürfte in diesem Jahr die Veranstaltung der Ratsfraktionen werden. Die haben den türkischstämmigen Boxer Ünsal Arik eingeladen. Der Box-Europameister hat sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch zur Politik von Recep Erdogan, Präsident der Türkei, geäußert. Diese Veranstaltung unter dem Motto »Fight for your rights« wird am Freitag, 22. März, ab 19 Uhr im Bürgerhaus ausgerichtet.

Karaoke zum Abschluss

Der Abschluss der BSSW, dessen Schirmherr Bürgermeister Heinrich Vieker ist, wird mit Karaoke begangen. Die »Krazy Karaoke Show« wird in diesem Jahr mächtig aufgepeppt werden, wie Claudia Strobel vom Verein Mit-Menschen erzählt. Moderiert wird die Veranstaltung am Samstag, 23. März, ab 19.30 Uhr im Isy 7 von Glitzer-Moderator Ricardo M. aus Hamburg. Anmeldungen für die Karaoke-Show werden ab sofort entgegen genommen. Viele der Veranstaltungen haben freien Eintritt. Anmeldungen sind erforderlich. Informationen zu den Teilnahmebedingungen erfahren alle Interessierten auch unter

www.bssw-espelkamp.de

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