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Erfolgreiches Frotheim Open-Air läutet die Festival-Saison ein

Zwischen Rap und Rock

Frotheim(WB). Einmal im Jahr verwandelt sich die Wiese am Bauernhof Riechmann in Frotheim in eine Festival-Arena. Direkt an der Stellerieger Straße am Mittellandkanal hieß es am Samstag wieder »Umsonst und Draußen«: Das Frotheim Open-Air zog über den Tag etwa 300 Besucher an.

Andreas Kokemoor

Viel Spielfreude hat die Reggae-Formation »Betrayers of Babylon« beim Frotheimer Open-Air an den Tag gelegt. Foto: Andreas Kokemoor

Am Abend – so schätzte Pascal Döding, der zusammen mit Lukas Riechmann Planung, Aufbau und Organisation verantwortete – die Zahl der Festival-Besucher auf 400. Eins stand schnell fest: Das diesjährige Frotheim Open Air war ein weiteres Kapitel in der mittlerweile neunjährigen Erfolgsgeschichte.

Und nicht nur die Einheimischen haben die Natur genossen: Ein Storch flog in der Abendsonne über Frotheim. Der Mindener Rapper Martin Meiwes sieht das Tier und bemerkt »Das ist ja richtig idyllisch hier«. Wenig später kündeten seine Texte im Sprechgesang erneut von »Solidarität mit Hausbesetzern« oder »Was wir machen, ist verboten«.

Wetter spielt mit

Das von vielen Besuchern befürchtete Gewitter blieb aus. Lediglich einen kurzen Regenschauer zu Beginn mussten die Musikfans aushalten. Das Wetter war aber nicht das einzige, was das Frotheim Open Air attraktiv machte: Zwölf Bands und Singer-Songwriter sorgten für Stimmung in verschiedenen Stilrichtungen.

Die Besucher konnten sich mit Getränken sowie mit Crêpes, Fladen und Bratwurst stärken. Als Erinnerung gab es in Frotheim Festival-Shirts oder Arm-Bändchen mit dem Open-Air-Schriftzug. Sie waren für viele Gäste ein Muss. Viele Helfer und Freunde des Organisatoren-Duos machten dies möglich.

Das Frotheim Open Air war das erste der Saison im Mühlenkreis. Jede Menge Lokalkolorit brachten unter anderem der Mindener Martin Meiwes, aber auch der Solokünstler Jonathan Harder, gebürtig aus Espelkamp, mit. Er durfte als einziger sogar zweimal auftreten. Mit dabei waren Tim Waltke aus Hille und Ben Schafmeister aus Minden, der im Finale des City-Talent-Wettbewerbs auf der Bühne im Neuen Theater stand.

Tip Bühne bereichert das Angebot

Weil es sich im vergangenen Jahr bewährt hatte, gab es auch diesmal für die Singer und Songwriter eine »Tipi-Bühne«, die mit ihrem Zeltdach für eine besondere Atmosphäre sorgte. Auf der Hauptbühne war die Lübbecker und Espelkamper Band »Travelin’ Waters« der Lokalmatador. Die musikalische Haupt-Attraktion ist für die meisten Besucher die Band »Van Holzen« aus Ulm gewesen. Sie zog am späten Abend die meisten Besucher vor die Bühne.

In der Festival-Szene sind die Musiker dieser Gruppe derzeit stark gefragt, denn besonders live sind sie ein Erlebnis: Düster ist es auf der Bühne, finster der Gesang. Ihre Musikrichtung beschreibt das Trio mit »Dampf ablassen mit harten Klängen und deutschsprachigen Texten«. Ihr neues Album »Anomalie« kommt jedenfalls bei den Musikfreunden gut an.

Zuschauer machen richtig mit

Sänger und Gitarrist Florian Kiesling, Bassist Jonas Schramm und Drummer Daniel Kotitschke vermitteln Stimmungsbilder: pure Liebe und purer Hass, Augen öffnen. Dampf ablassen. »Habt ihr noch Lust auf mehr Festival«, brauchten sie nach den ersten Songs nicht zweimal zu sagen.

Für viel Spielfreude sorgte die Band »Betrayers of Babylon«. Die Frotheimer wussten: Ein bisschen Ska und Reggae sind ein Muss für jedes Festival.

Weitere Bands und Künstler in Frotheim waren »Twin Red«, »Elma«, »Blassfuchs« und »About Béliveau«.

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