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Sechs Kinder und Jugendliche sowie zwei Betreuer können sich unverletzt ins Freie retten

Feuer in Wohngruppe in Porta Westfalica

Porta Westfalica

Großes Glück hatten sechs Jugendliche und zwei Betreuer einer Wohngruppe in Porta Westfalica. In einem Schlafraum im Erdgeschoss brach am Freitagabend ein Feuer aus. Sie konnten sich unverletzt ins Freie retten.

Bearbeitet von Dunja Delker

In diesem Gebäude einer Wohngruppe brach am Freitagabend ein Feuer aus. Foto: Feuerwehr Porta/Michael Horst

Als die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica gegen 21.10 Uhr zu dem Wohnhaus-/Dachstuhlbrand im Ortsteil Hausberge gerufen wurde, stand  der Schlafraum des Gebäudes an der Hoppenstraße bereits in Vollbrand und hatte auf den Flur übergegriffen. Auf der Rückseite hatten die Flammen eine Fensterfront durchschlagen und drohten auf das Obergeschoß überzugreifen.

Der Brand wurde durch Bewohner bei Betreten des Zimmers bemerkt worden, alle Personen konnten sich aus eigener Kraft in Sicherheit bringen und kamen im Nachbarhaus unter.

Die Feuerwehr ging mit vier Trupps unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor, alle Zimmer wurden auf mögliche weitere Personen abgesucht. Das Erdgeschoss war stark verraucht, das Feuer konnte mit einem C-Rohr unter Kontrolle gebracht werden.

Im Brandraum musste nach Angaben der Feuerwehr eine abgehängte Decke entfernt werden, ebenso Teile der eigentlichen Holzdecke. Es entstandt erheblicher Sachschaden durch Feuer, Brandrauch und Löschmaßnahmen.

Bei dem betroffenen Gebäude handelt es sich um den ehemaligen DRK-Kindergarten an der Hoppenstraße. Dieser wurde bis 2011 als Kindergarten genutzt, dann renoviert und seit 2014 für eine Wohngruppe genutzt. Es handelt sich um eine Einrichtung der Elsa-Brandström-Jugendhilfe Minden. Am Freitagabend befanden sich sechs Kinder und Jugendliche sowie zwei Betreuer im Gebäude -  einen modernisierten Altbau mit Holzdecken in Teilen des Altbaus. Die Bewohner und Betreuer wurden noch  vor Ort durch den Rettungsdienst untersucht, die Betreiber der Einrichtung sorgten für eine Unterkunft in einer anderen Einrichtung.

Technischer Defekt?

Vor dem Gebäude wurde ein Hochdrucklüfter zur Entrauchung eingesetzt, im Gebäude kamen Wärmebildkameras zur Suche nach Brandnestern zum Einsatz. Die Feuerwehr beendete den Einsatz vor Ort um 23.50 Uhr und übergab die Einsatzstelle an die Polizei. Die Brandursache ist noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Es wird nach ersten Erkenntnissen ein technischer Defekt vermutet.

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