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Keine weiteren Vorfälle nach Ausbruch in Hüde.  Tierhalter sollten trotzdem vorsichtig sein

Geflügelpest: Überwachungszonen in Rahden und Stemwede aufgehoben

Stemwede/Rahden

Die in Teilen der Gemeinde Stemwede und der Stadt Rahden eingerichtete Geflügelpest-Überwachungszone wird mit Wirkung vom 27. August aufgehoben.

Hühner in den Stemweder und Rahdener Geflügelpest-Überwachungszonen dürfen ab Samstag, 27. August, wieder ins Freie. Foto: dpa

Das Veterinäramt des Kreises Minden-Lübbecke hatte diese aufgrund der räumlichen Nähe zu dem Gefügelpestausbruch in einer Legehennenhaltung in Hüde im Landkreis Diepholz im Juli eingerichtet.

Da sowohl im Landkreis Diepholz und auch hier im Mühlenkreis seit 30 Tagen keine neuen Seuchenfälle aufgetreten sind, entfallen die angeordneten Schutzmaßnahmen für alle in dieser Überwachungszone liegenden Geflügelhalter. Das Federvieh darf hier wieder im Freien gehalten werden und die Verbringungseinschränkungen für Geflügel und deren Erzeugnisse gelten nicht mehr.

„Von einer Entspannung der Seuchenlage im Geflügelbereich kann leider keine Rede sein“, sagt Dr. Detlef Grote. Der für die Tierseuchenbekämpfung im Kreis Minden-Lübbecke zuständige amtliche Tierarzt blickt mit Sorge auf aktuelle Geflügelpestausbrüche in den Landkreisen Oldenburg und Vechta. Auffällig ist, dass im Vergleich zu den Vorjahren nunmehr ganzjährig mit Ausbrüchen dieser Tierseuche zu rechnen ist. Insbesondere in den niedersächsischen Nachbarkreisen werden in diesem Jahr regelmäßig an der Geflügelpest verendete Wildvögel aufgefunden, woraus zu schließen ist, dass das Virus nunmehr ganzjährig aktiv ist.

Weiterhin wichtig ist, dass alle Geflügelhalter die für Ihren Bestand geltenden Biosicherheitsmaßnahmen strikt beachten. Hygiene ist und bleibt dabei das oberste Gebot! Alle direkten und indirekten Kontakte des gehaltenen Geflügels mit Wildvögeln ist zu verhindern und der Kontakt mit Tieren aus anderen Beständen zu minimieren. Auch sollte der Zugang zu Stallanlagen und Volieren für Besucherinnen und Besucher auf das unbedingt Nötige beschränkt werden.

"Problematik wird uns auch zukünftig beschäftigen"

„Die Geflügelpestproblematik wird uns leider auch zukünftig beschäftigen“, meint Dr. Grote. „Alle Geflügelhalter sollten darauf vorbereitet sein, ihre Tiere jederzeit wieder aufstallen zu können. Dazu sollte ein fester Stall vorhanden und nutzbar sein. Alternativ kann eine Schutzvorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss, genutzt werden.“

Weitere Informationen für Geflügelhalte sind unter „Service, Tiere und Lebensmittel, Aktuelles zur Geflügelpest“ auf der Homepage des Kreises unter www.minden-luebbecke.de zu finden.

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