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Lockerungen der Corona-Auflagen ermutigen: Schützenvereine erwägen alternative Veranstaltungen – Aufruf zum Testen und Impfen

Geht da doch noch etwas im Jahr 2021?

Stemwede/Lübbecke

„In diesen Wochen hätte bereits die Schützenfestsaison im Lübbecker Land begonnen. Aber leider mussten auch in diesem Jahr schon wieder einige Schützenfeste abgesagt werden“, sagt Axel Kröger.

Das waren noch Zeiten: Schützenvereine feiern das Stemwederberg-Verbandsfest. Die Schützen sind aber zuversichtlich, dass sie alternative Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte planen können. Foto:

Kröger ist Geschäftsführer des Schützenkreises Lübbecke. „Vereine, die ihr Schützenfest später im Jahr feiern, haben die Hoffnung allerdings nicht ganz aufgegeben oder suchen noch nach Alternativen, damit sie ihren Mitgliedern wenigstens etwas Gemeinschaft bieten können“, sagt der Kleinendorfer. Die jüngsten Lockerungen der Corona-Auflagen und die sinkenden Fallzahlen würden Mut machen. „Da die Politik im Moment Änderungen im Minutentakt zulässt, freuen wir uns einfach, dass in Kürze wieder Versammlungen und kleine Veranstaltungen möglich sein werden“, sagt Kröger. „Wie und mit welchen Auflagen – das dass muss sicher sehr individuell abgestimmt werden.“

Der Schützenverein Tonnenheide überlege zum Beispiel, die Jahreshauptversammlung 2021 „open air“, eventuell auf dem Sportplatz, durchzuführen und zum 100-jährigen Jubiläum eine wohl eher interne Feier zu veranstalten. „Im Moment kann uns aber noch niemand sagen, wie beziehungsweise ob das zu realisieren ist“, sagt Kröger. „Wir haben ja alle gelernt, spontan zu reagieren, und unsere Mitglieder freuen sich, dass überhaupt wieder etwas möglich sein wird.“

Die Schützenvereine dürfen zudem den Schießsport wieder aufnehmen, berichtet der Kreisgeschäftsführer. „Das heißt, jetzt können die Schützen nach und nach wieder ihre Übungsabende durchführen.“

Lob für große Disziplin

„Seit März 2020 gibt es keine Aktivitäten der 37 Schützenvereine im Lübbecker Land. Es konnten keine Versammlungen stattfinden, die Übungsabende fielen aus, alle Feiern mussten abgesagt werden und auch alle sportlichen Aktivitäten durften nicht mehr durchgeführt werden“, zieht Axel Kröger die Bilanz der Misere. Allerdings hätten alle Vereine absolut Verständnis für den Ausfall ihrer Aktivitäten gezeigt und dies auch wieder deutlich betont. Vorrangig sei selbstverständlich die Gesundheit der Mitglieder und der Besucher, hieß es.

Karl-Heinz Bollmeier aus Oppenwehe, der Präsident des Schützenkreises Lübbecke, lobt die große Disziplin der Schützengemeinschaft. Auch er hofft, dass die Vereine in Kürze wieder ihre Arbeit aufnehmen dürfen. „Die Sicherheit steht allerdings weiterhin bei allem Handeln der Schützen an allererster Stelle und so arbeiten die Vereine schon seit langem an Konzepten, um ihren Sport wieder ohne Infektionsgefahr ausüben zu können“, sagt der Präsident.

Karl-Heinz Bollmeier aus Oppenwehe ist Präsident des Schützenkreises Lübbecke. Foto:

Zwischen den vielen Mitgliedern der Vereine herrsche ein großer Zusammenhalt und alle – ob Sportschützen oder Traditionsschützen – sehnten die Zeit herbei, dass sie ihre Gemeinschaft wieder aktiv erleben könnten. „Es war und ist sehr schön zu beobachten, mit wie viel Kreativität und Einsatz die einzelnen Vereine die aktuelle Situation meisterten“, sagt Bollmeier. So habe bereits der „normale“ Jahresablauf ein großes Engagement der Mitglieder gefordert. Seit März 2020 hätten sich die Vorstände von Woche zu Woche in den Phasen der Öffnungen neue Konzepte überlegen müssen, um die jeweils aktuellen Vorgaben und Verordnungen einzuhalten und sie dann auch noch umzusetzen.

Der Schützenkreis ruft alle Mitglieder mit Blick auf die nächsten Wochen weiter auf, sich an die Vorschriften zu halten, sich testen zu lassen und – wenn möglich – sich impfen zulassen. „Wenn sich alle so vorbildlich verhalten wie die vielen Schützen im Lübbecker Land, dürfen wir darauf hoffen, dass die Vereine bald wieder ihre Arbeit aufnehmen können und die große Schützengemeinschaft wieder beleben können“, ist Karl-Heinz Bollmeier überzeugt.

Hoffen auf den Spätsommer

Mit neuen Regelungen in der Corona-Schutzverordnung zeigt die Landesregierung derweil klare Perspektiven auf. Darin heißt es: Auch für besonders infektionsrelevante Angebote wie Großveranstaltungen und Diskotheken wird bei nachhaltig niedrigen Infektionszahlen eine zeitliche Perspektive eröffnet (1. September 2021).

Die Öffnungsschritte werden weiterhin durch grundsätzliche Schutzmaßnahmen wie die eingeübten Abstandsregeln, die Maskenpflicht und die Vorlage eines Testnachweises abgesichert.

Wie eine Umfrage dieser Zeitung bei einigen Stemweder Schützenvereinen ergab, sind sonst übliche Zeltfeste wie Schützenfeste aus Sicherheits- und Unwägbarkeitsgründen für 2021 nicht geplant. Es gebe aber unter anderem Überlegungen, sich – unter Wahrung der dann gültigen Abstandsregeln – im Freien zu treffen, falls die Verordnungs- und Gesetzeslage dies zulasse.

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