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Gemälde von Johann Heinrich Tischbein dem Älteren

Neuerwerbung: Herzog Ferdinand in Minden

Minden

Die Günter-Cassel-Stiftung freut sich über einen Neuerwerb, der jetzt im Mindener Museum präsentiert wurde: ein nahezu lebensgroßes Porträt von Herzog Ferdinand von Braunschweig aus dem Jahr 1760.

Das Tischbein-Gemälde ist nahezu lebensgroß.  Foto: Stadt Minden

Das Ölgemälde von Johann Heinrich Tischbein dem Älteren befand sich zuvor seit Jahrzehnten in niedersächsischer Privatsammlung. Nun ist das Bild mindestens für eineinhalb Jahre im Levi-Zimmer des Mindener Museums zu bewundern.

Die Günter-Cassel-Stiftung hat seit dem Jahr 2000 insgesamt 22 Kunstwerke namhafter deutscher Maler und Zeichner erworben. Sie werden dem Mindener Museum als Dauerleihgabe überlassen. Das neu erworbene Kunstwerk ist ein „besonderer Schatz“ und nicht nur das vom Format her größte Gemälde im Eigentum der Stiftung. „Tischbein war einer der bedeutendsten und gefragtesten Porträtisten des 18. Jahrhunderts“, berichtet Kuratoriumsmitglied Hans Peter Korth, auch Vorsitzender des Mindener Kunstvereins. Das Gemälde zeigt den Herzog von Braunschweig (1721-1792) in seinen mittleren Lebensjahren. Er war General und Oberkommandierender der alliierten Truppen in der bedeutenden „Schlacht bei Minden“ 1759 während des Siebenjährigen Krieges. Diese ist im Hintergrund des Bildes angedeutet.

Anlass zu dem Rokoko-Repräsentations-Porträt, die seinerzeit vielfach von Adeligen angefertigt wurden, dürfte die Verleihung des Hosenbandordens im Jahr 1759 nach der vom Herzog erfolgreich geführten „Schlacht bei Minden“ gewesen sein, vermuten die Experten. Johann Heinrich Tischbein der Ältere – es gibt noch einen Neffen gleichen Namens, der Jüngere genannt, von dem die Stiftung bereits vor Jahren ein Gemälde erwerben konnte, – wurde 1753/54 Hofmaler des Landgrafen von Hessen-Kassel. Von Kassel aus reiste er zu Porträtaufträgen an andere Fürstenhöfe.

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