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Mitgliederboom bei Hüllhorster Landfrauen – Vortrag zu Bauernregeln

120 Frauen und ein Wettermann

Hüllhorst (WB). Die Landfrauen aus Hüllhorst haben ihre Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus Hüllhorst mit 120 Besuchern, einem Frühstück und vielen Bauernregeln gestaltet. Zu Gast war der bekannte Lübbecker Meteorologe Friedrich Föst.

Eva Rahe

Der Meteorologe Friedrich Föst hat die Hüllhorster Landfrauen über den Wahrheitsgehalt von Bauernregeln informiert. Foto: Eva Rahe

Mit einem Mitgliederzuwachs von 31 Frauen und insgesamt 250 Mitgliedern sei der Hüllhorster Ortsverband gut aufgestellt, erklärte die Vorsitzende Annette Ostermeier. »Worüber wir uns besonders freuen, ist, dass so viele junge Frauen in Hüllhorst eingetreten sind«, sagte Ostermeier. Besonders stark habe sich der Büttendorfer Ortsverband verjüngt. Hier sei ein erfreulicher Mitgliederzuwachs zu verbuchen.

Viel Sonne begleitete die Veranstaltung. Was die Landfrauen freute, konnte Meteorologe Frie­drich Föst nicht begeistern. »Bei Sonne kommt bei mir nur ein Strich ins Wettertagebuch«, sagte er. Was ihn mehr interessieren würde, wären Wolken, Regen und Unwetter. Deshalb würde er des öfteren neidisch von Lübbecke aus über den Berg nach Hüllhorst blicken, denn das sei die spannendere Wetterseite vom Wiehen. »Es gibt so schöne Wetterlagen in Hüllhorst, bei denen die Gewitter am Berg hängen bleiben.

Bauernregeln richtig auslegen

Der Meteorologe hielt einen Vortrag über die aktuelle Berechtigung von Bauernregeln und stellte fest, dass viele Bauernregeln auch heute noch gültig seien. Weil Bauern schon immer vom Wetter abhängig waren, seien sie geübt darin, das Wetter zu beobachten und zu deuten, sagte Föst. Für viele Regeln gelte allerdings, dass man sie richtig auslegen müsse. So wie zum Beispiel die klassische Siebenschläfer-Regel: »Das Wetter am Siebenschläfer-Tag, sieben Wochen bleiben mag.« Hierbei müsse man beachten, dass der Siebenschläfer-Tag am 27. Juni nicht alleine ausschlaggebend sei. »Immer fünf bis sechs Tage mitnehmen«, war der Tipp von Föst. »Wenn sich Ende Juni ein Hoch einstellt, dann kommt das meistens hin.« Auch dass die Eisheiligen regelmäßig kämen, aber nicht in jedem Jahr, sei eine alte Bauernregel. »Man kann schon sagen, dass hinter jeder Bauernregel eine gewisse Statistik steckt, die auch hinkommt.« Föst stellte auch klar, dass man sich aktuell nicht unbedingt schon auf Frühling einstellen sollte, auch wenn es ungewöhnlich warme Tage im Februar gäbe. »Ich persönlich tippe auf ordentliche Hagelschauer zu Ostern«, fügte er grinsend und mit sichtbarer Vorfreude an. Natürlich ging Föst nicht, ohne den Landfrauen eine Wettervorhersage für die nächsten Tage dazulassen: »Sonnig«.

Das Frühstücksbüffet der Landfrauen bot eine vielfältige Auswahl von Obst und Gemüse-Sticks über handgemachte Dips bis hin zu Käse-, Wurst- und Fischplatten. Die Landfrauen genossen den schönen Vormittag mit gutem Essen und guten Gesprächen.

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