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Kahle Wart: Zumindest ein Stück soll es in Hüllhorst geben – im August und September

Alice kommt auf die Freilichtbühne

Hüllhorst (WB)

Das ist doch mal eine gute Nachricht in diesen Corona-Zeiten: Die Freilichtbühne Kahle Wart in Hüllhorst will in diesem Jahr unbedingt wieder ein Stück aufführen – 2020 war dies aufgrund der Pandemie nicht möglich gewesen. Was wird zu sehen sein? Das Team der Freilichtbühne lud die Fans auf der Facebook-Seite zu einem kleinen Rätsel mithilfe von Emojis ein, und schnell war die Lösung gefunden: „Alice im Wunderland“ steht auf dem Programm.

Stefan Lind

Das waren noch Zeiten: Vor Corona war es selbstverständlich, dass viel los war – auf der Freilichtbühne Kahle Wart ebenso wie im Publikum. Foto: Freilichtbühne Kahle Wart

Das Kinderbuch von Lewis Carroll ist bereits 1865 erschienen. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten folgten viele Bearbeitungen, für den Film ebenso wie für die Bühne. Figuren der Erzählung, neben Alice zum Beispiel die Grinsekatze, der Jabberwocky, der Märzhase und der verrückte Hutmacher, sind heute weithin bekannt.

„Wir wollen bei den Vorbereitungen auf Nummer sicher gehen“, erklärt Frederik Kirchhoff, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Freilichtbühne, im Gespräch mit dieser Zeitung. „Deshalb werden wir das Stück nur in einer kleinen Besetzung proben“ – soll heißen: Mehr als sechs oder sieben Darsteller werden nicht beteiligt sein; sie schlüpfen im Verlauf der Aufführung in mehrere Rollen. Regie führt Jürgen Wiemer.

So sah es im vergangenen Jahr aus: Der komplette Spielplan der Freilichtbühne musste wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Foto:

Ende dieses Monats soll es mit den Proben losgehen, dann erst einmal in Videokonferenzen. „In den vergangenen zwölf Monaten dürften alle Beteiligten genug Gelegenheit gehabt haben, sich an eine solche Situation zu gewöhnen“, stellt Kirchhoff augenzwinkernd fest. Ohnehin wird bei den ersten Treffen zunächst nur der Text gelesen. Danach wird es regelmäßige Proben geben, immer samstags und sonntags, aber erst einmal als Videoschalte.

Die genauen Aufführungstermine stehen auch schon fest – immer natürlich unter dem Vorbehalt, dass die Corona-Situation und die Vorgaben der Landesregierung dies zulassen. Premiere ist am Samstag, 14. August, dann geht es weiter immer samstags und sonntags bis zur letzten Aufführung am Sonntag, 12. September (am 11. September ist spielfrei). Samstags beginnt das Stück jeweils um 18 Uhr, sonntags um 16 Uhr.

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, erst im Spätsommer zu starten“, betont Frederik Kirchhoff. Im vergangenen Jahr sei zu dieser Zeit die Corona-Lage sehr ruhig gewesen, darauf hofft man in Oberbauerschaft jetzt auch. Üblicherweise geht die Saison auf der Freilichtbühne Mitte Mai los, und dann mit drei Stücken. 2020 fiel die Spielzeit komplett aus. Geplant waren „Pippi im Taka-Tuka-Land“ als Familienstück sowie „Arsen und Spitzenhäubchen“ für die Erwachsenen. Beide Inszenierungen werden, wenn alles klappt, 2022 auf die Bühne kommen. Welches plattdeutsche Stück zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Kirchhoff: „Wir feiern im kommenden Jahr das 75-jährige Bestehen des Heimatvereins Oberbauerschaft und der Freilichtbühne Kahle Wart. Da dürfte es eins der bewährten Stücke von früher geben.“ Das für 2020 vorgesehene „Däi Urberraschungskur“ wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Der Vorverkauf für „Alice im Wunderland“ hat allerdings noch nicht begonnen. Wann das sein wird, will das Team der Freilichtbühne in Kürze mitteilen. Eins aber steht fest: Die volle Kapazität von 800 Plätzen pro Vorstellung soll auf keinen Fall genutzt werden. „Schließlich möchten wir das Risiko mit dieser und anderen Maßnahmen für unsere Gäste so gering wie möglich halten“, betont Frederik Kirchhoff. Und, ganz wichtig: Es wird diesmal kein Online-Vorverkauf angeboten, stattdessen gibt es die Karten in heimischen Geschäften, verbunden mit der Bitte, sich zwecks besserer Nachverfolgung gleich in einer Teilnehmerliste einzutragen.

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