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Feuerwehren in Oberbauerschaft und Espelkamp sammeln dieses Jahr nicht – CVJM verschiebt Termin

Baumaktionen teilweise abgesagt

Hüllhorst/Lübbeck...

Dieses Mal wurde der Christbaum wohl von so mancher Familie besonders prächtig geschmückt – als ein Zeichen der Normalität und auch der Hoffnung in noch immer schwierigen Pandemiezeiten. Aber wie sieht es mit den Sammlungsaktionen aus, wenn die Tanne ausgedient hat?

Kathrin Kröger

Das Einsatzteam des CVJM Schnathorst-Tengern – hier bei einer früheren Baumaktion – sammelt traditionell die ausgedienten Christbäume ein. Unter Vorbehalt haben die engagierten Helfer die Sammlung auf den 23. Januar terminiert. Foto: CVJM Schnathorst-Tengern

Noch ziert der Weihnachtsbaum die Wohnzimmer und macht die Atmosphäre mit seinem Lichterschein noch behaglicher und gemütlicher.

Doch wie jedes Jahr muss er irgendwann entsorgt werden, traditionell am ersten oder zweiten Wochenende nach dem Tag der Heiligen Drei Könige. Vielerorts nehmen sich der CVJM, die evangelische Jugend und die Jugendfeuerwehren ehrenamtlich der Abfuhr der Bäume an – mit der Bitte um eine Spende. Corona funkt aber auch hier dazwischen, so dass die Aktion in Espelkamp – dort liegt die Sammlung in den Händen der Jugendfeuerwehr – nach Auskunft der Feuerwache ersatzlos gestrichen ist.

„Abgesagt“ heißt es auch in Oberbauerschaft. „Wir hoffen, dass die Sammelaktion, auf die sich die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr das ganze Jahr über freuen, 2022 wieder durchgeführt werden kann. Die Spenden, die dabei sonst gesammelt werden, bilden die Grundlage für die Nachwuchsarbeit“, sagt Wolfgang Heinze von der Löschgruppe Oberbauerschaft. Wer die Oberbauerschafter Jugendfeuerwehr auch jetzt unterstützen wolle, könne dies natürlich tun. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten, zum Beispiel zu Angaben des Spendenkontos, finden sich im Internet unter www.jf-oberbauerschaft.de.

Die Feuerwehr erklärt auch, warum sie die Tannen dieses Mal nicht einsammelt. „Für uns gibt es nichts Wichtigeres, als den Schutz der Bürger sicherzustellen. Schnell könnte dieser jedoch bei einem Ausbruch des Coronavirus in einer Löschgruppe gefährdet sein.“ Aufgrund umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen dürften zurzeit nur Tätigkeiten und Treffen stattfinden, die die Einsatzbereitschaft nicht gefährden würden. Davon seien seit vielen Monaten auch die Treffen der Jugendfeuerwehr betroffen, die nicht stattfinden könnten.

Die Jugendgruppe treffe der Ausfall der Weihnachtsbaumaktion doppelt. „Eine Aktivität wie diese ist ein wichtiger sozialer Baustein in der Arbeit und im Zusammenhalt in der Jugendfeuerwehr. Auch die Mitglieder der aktiven Wehr unterstützen die Aktion jedes Jahr gern und bauen dadurch eine wichtige Beziehung auch abseits des feuerwehrtechnischen Dienstes zu den Jugendlichen auf“, so Heinze. Außerdem könne sich die Jugendfeuerwehr mit der Aktion im Dorf präsentieren und sich in die Dorfgemeinschaft einbringen.

Die Jugendarbeit, kombiniert mit feuerwehrtechnischer Ausbildung, finanziere sich zum großen Teil über die Spenden, die bei dieser Aktion gesammelt würden. Durch die Absage fehle leider ein erheblicher Teil der finanziellen Grundlage, um durch eine erfolgreiche Jugendarbeit den Nachwuchs für die aktive Wehr zu begeistern und aufzubauen.

Beim CVJM, sowohl in Lübbecke als auch in Schnathorst-Tengern, sind die Tannenbaumaktionen nach hinten verschoben worden. Ob sie tatsächlich über die Bühne gehen können, steht noch nicht fest. „Vielleicht möglich“ heißt es somit beim CVJM Schnathorst-Tengern. Die dort seit mehr als 50 Jahren gepflegte Tradition war ursprünglich für den 9. Januar geplant. Neuer Termin ist nun der 23. Januar.

Die Tannenbäume werden vom CVJM Schnathorst-Tengern in den Ortsteilen Schnathorst, Tengern, Kümmerdingsen, Bröderhausen, Holsen und Struckhof eingesammelt, sofern es die Corona-Schutzverordnung zulässt.

„Mehr als 100 ehrenamtliche Helfer sind hier in ihrer Freizeit aktiv, um Spenden für den guten Zweck, nämlich die Jugendarbeit vor Ort (dazu gehört auch die evangelische Jugend) und unsere Projektpatenschaft mit dem CVJM Takoradi in Ghana, zu sammeln. In Takoradi konnten wir im zu Ende gehenden Jahr den Weiterbetrieb der Schule mitfinanzieren, denn in Ghana gibt es keinerlei staatliche Hilfen“, so der CVJM Schnathorst-Tengern. Spenden seien gerade in dieser Zeit besonders wichtig. Durch die Unterstützung der Bürger hätten in den vergangenen Jahren Bauprojekte von Schule, Küche und Internatsräumen umgesetzt werden können. Mehr Informationen zu dem Projekt finden sich unter www.cvjm-schnathorst-tengern.de.

Auch beim CVJM Lübbecke wartet man das zunächst bis 10. Januar befristete Ende des Lockdowns ab. Am 16. Januar, also eine Woche später als ursprünglich geplant, sollen die Bäume abgeholt werden. „Wir hoffen, die Lage lässt es dann zu“, sagt das Team, das über Veränderungen auf dem Laufenden halten will – unter anderem auf www.cvjm-luebbecke.de.

Stemwedes Gemeindejugendfeuerwehrwart Torsten Fischer lässt eine Zusage offen. Er sagt: „Nach Absprache mit dem Krisenstab der Gemeinde Stemwede wurde die Aktion erstmal auf den 16. Januar verschoben. Unsere Jugendfeuerwehren wollten die Bäume eigentlich am 9. Januar schon sammeln. Wir hoffen aber, dass unsere traditionelle Aktion noch stattfinden darf.“

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