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Gemeinde stellt Konzept vor, wie Bürger und Verwaltung zur Eingliederung von Zuwanderern beitragen können

Die andere Seite der Integration

Hüllhorst

Im Juni, in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause, hatte es zu dem Thema noch große Aufregung gegeben. Was in einer langen Debatte, einer Sitzungsunterbrechung und drei Abstimmungen resultierte. Es ging um ein „Konzept zur interkulturellen Öffnung (IKÖ) in der Gemeinde Hüllhorst“, beantragt von Grünen, SPD und FWG UHu. Das Geforderte legte die Verwaltung, ausgeführt vom Integrationsbeauftragten Kahraman Tsikha und der Gleichstellungsbeauftragten Sarah Lutz , im Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch vor. Für alle nachvollziehbar, verständlich und auf den Punkt gebracht. Das Ergebnis: schlussendlich fraktionsübergreifende Zustimmung, einstimmig angenommen.

Kahraman Tsikha, Integrationsbeauftragter, und Sarah Lutz, Gleichstellungsbeauftragte, haben das Konzept vorgestellt. Foto: Kathrin Kröger

Das Handlungskonzept führe die bereits vielschichtig strukturiert und zielorientiert begonnenen Maßnahmen in der Verwaltung fort, so die Gemeinde. Die umfangreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten, insbesondere des Vereins „MITTeinander in Hüllhorst“, würden durch diese zusätzlichen, freiwilligen Leistungen der Verwaltung gewürdigt und unterstützt. Die wichtigsten Inhalte fassten Tsikha und Lutz in der Sitzung – übrigens nach der Sommerpause die erste öffentliche im renovierten Sitzungssaal des Rathauses – zusammen. Großes Leitziel: mittel- und langfristig erfolgreiche Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und ein vielfaltsbewusstes friedliches Zusammenleben aller Bürger der Gemeinde Hüllhorst. Als untergeordnete Ziele wurden daraus entwickelt: Zugangsbarrieren abbauen und Teilhabe-Chancen erhöhen, Bedürfnisse von Bürgern und Mitarbeitern besser berücksichtigen, Bevölkerung und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung interkulturell sensibilisieren und deren interkulturelle Kompetenz fördern. Wenn diese wohlklingenden Vorhaben nicht nur Lippenbekenntnisse darstellen, sondern umgesetzt und mit Leben gefüllt werden, sollen dadurch die in der Wiehengemeinde lebenden Menschen mit „Hüllhorst“ ein Heimatgefühl verbinden.

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