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Sinkende Mitgliederzahlen – Jugend-Rotkreuz hat sich aufgelöst

DRK braucht »frisches Blut«

Hüllhorst(WB). Licht und Schatten hat das zurückliegende Jahr für den DRK-Ortsverein Hüllhorst gebracht. Die Mitglieder kamen am Dienstag zur Jahreshauptversammlung in der Bereitschaftsunterkunft an der Schmiedestraße zusammen.

Cornelia Müller

Dennis Langeleh (stellvertretender Ortsvorsitzender, Rotkreuzleiter), Maik Strenisch (stellvertretender Rotkreuzleiter), DRK-Ortsvorsitzender Bernd Rührup und Bereitschaftsmitglieder vor dem Einsatzleitwagen: Der Mietvertrag für das Gebäude wurde verlängert. Foto: Müller

Dass der Mietvertrag für das Gebäude bis 2019 verlängert werden konnte und damit erst einmal Planungssicherheit für den Ortsverein besteht, war die gute Nachricht, mit der Bernd Rührup seinen ersten Tätigkeitsbericht als DRK-Ortsvorsitzender eröffnen konnte. Aber 2016 hatte auch seine Schattenseiten für den Ortsverein Hüllhorst. Rührup bedauerte, dass das Jugend-Rotkreuz aufgelöst werden musste. Auch die sinkenden Mitgliederzahlen seien ein Grund zur Sorge: Aktuell habe der Ortsverein 225 Mitglieder (Stand: 1. Januar 2017) gegenüber 246 im Vorjahr.

7412 Dienststunden geleistet

Positiver fiel dagegen der Bericht der Rotkreuzleitung aus, den Dennis Langeleh abgab. Insgesamt 56 Personen gehören in Hüllhorst zur DRK-Bereitschaft: 28 aktive Mitglieder, 12 freie Mitglieder und 16 Blutspendedamen. Sie leisteten 2016 7412 Dienststunden, die sich auf Sanitätsdienste (5324 Stunden), Blutspende (298), Altkleidersammlung (168) und sonstige Aktivitäten sowie Ausbildungsmaßnahmen (1622) verteilten.

Neben der planmäßigen, sanitätsdienstlichen Betreuung von Großveranstaltungen sei die Bereitschaft zu fünf Einsätzen gerufen worden, berichtete Rotkreuzleiter Langeleh. Je zweimal sei sie zur Unterstützung der Feuerwehr bei Gebäudebränden und Unwettereinsätzen in der Gemeinde Hüllhorst angefordert worden, außerdem noch zu einem überörtlichen Einsatz bei einem Großbrand in Schaumburg. Langeleh bedankte sich ausdrücklich bei allen aktiven und passiven Rotkreuz-Mitgliedern sowie für die gute Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Hüllhorst.

Handlungsbedarf beim Fuhrpark

Handlungsbedarf bestehe beim Fuhrpark der Bereitschaft, sagte Dennis Langeleh. Der Rettungswagen sei inzwischen 16 Jahre alt und solle ersetzt werden. »Wir möchten einen gebrauchten Mercedes Sprinter anschaffen, der dann in Sachen Sicherheit und Ausstattung allen aktuellen Anforderungen entspricht.« Ein entsprechendes Fahrzeug stehe in Köln zum Kauf, »aber wir brauchen noch Sponsoren, die uns unterstützen«. Sollte das nötige Geld bereit stehen, könnte der Rettungswagen im August an das DRK Hüllhorst übergeben werden.

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