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Bröderhauser Kameraden schlagen multifunktionales Konzept vor

Eine Hüllhorster Löschgruppe will ein neues Gerätehaus bauen

Hüllhorst

Der Hüllhorster Rat will am Donnerstag, 25. März, darüber entscheiden, ob es einen Neubau an einem gemeinsamen Feuerwehrstandort Hüllhorst-Ost für die Löschgruppen Schnathorst und Tengern geben soll.

wn

Die Feuerwehr in Hüllhorst steht vor Veränderungen. Nicht alle Pläne treffen in den Löschgruppen auf Zustimmung. Foto: Wolfgang Wotke

Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr in der Ilex-Halle. Die Löschgruppe Bröderhausen – so hatte sie in einem Schreiben an Feuerwehrchef Stefan Mehnert nochmals am 20. Februar bekräftigt – wird sich an diesem Standort nicht mehr beteiligen.

Der stellvertretende Löschgruppenführer Peter Heine betont, dass sich die Kameraden der Löschgruppe Bröderhausen dazu veranlasst sähen, einige Anmerkungen und Ergänzungen zu der Thematik beizutragen. In dem Schreiben heißt es: „Am Freitag, 19. Februar, fand ein Treffen mit Vertretern der Löschgruppe Bröderhausen, dem Bürgermeister, der Wehrführung und dem Ortsvorsteher von Bröderhausen statt.“ Bei diesem Treffen sei den anwesenden Kameraden erläutert worden, „wie es zu der plötzlichen Dynamik bezüglich der aktuellen Beschlussvorlage zum Standort Ost vom 6. Februar kommen konnte“. Die Bröderhauser Kameraden hätten im Zuge dessen ihre Aussage erneuert, dass sie für einen Standort Ost, in welcher Form auch immer, geschlossen nicht zur Verfügung stünden.

Löschgruppenführer Peter Heine

Peter Heine schreibt: „Offenbar wurden relevante Informationen über den Standort Ost über längere Zeit zurückgehalten, was die aktuelle Dynamik ausgelöst hat. In diesem Zeitraum waren jedoch die Kameraden der Löschgruppe Bröderhausen nicht untätig. Getreu ihren bisherigen Aussagen möchten sie auch weiterhin in der Feuerwehr tätig sein.“

Daher sei in Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft Bröderhausen eine Ergänzungslösung erarbeitet worden: „Die Kameraden der Löschgruppe Bröderhausen errichten in Eigenleistung ein geeignetes Feuerwehrgerätehaus als Neubau am jetzigen Standort. Die dafür nötige Expertise ist vorhanden. Der Neubau soll dem vor Jahren bereits diskutierten multifunktionalen Konzept folgen, das heißt, der Gruppenraum soll als Vereinsraum auch ortsansässigen Vereinen und der Dorfgemeinschaft zur Verfügung stehen“, betont Peter Heine.

Damit wäre nach Ansicht der Feuerwehr in Bröderhausen das Gerätehaus zudem von der unsicheren Zukunft des jetzigen Dorfgemeinschaftshauses entkoppelt. Das vorgeschlagene Konzept werde von der hiesigen Dorfgemeinschaft als zukunftsweisend unterstützt.

Der stellvertretende Löschgruppenführer unterstreicht, dass man mit diesem Konzept keinesfalls die Planungen des Standortes Ost torpedieren wolle. „Ganz im Gegenteil ist dieser davon völlig unberührt, da die Löschgruppe Bröderhausen an diesem Standort sowieso nicht beteiligt wäre. Das von uns vorgeschlagene Konzept sollte daher als Ergänzung verstanden werden, mit dem wir ein weiteres Mal unsere oftmals betonte Bereitschaft zu einer konstruktiven Lösungsfindung signalisieren wollen. Unserer Meinung nach steht ein Feuerwehrgerätehaus in Bröderhausen einer zukunftsfähigen Aufstellung der Freiwilligen Feuerwehr Hüllhorst nicht im Wege, sondern ist dieser sogar dienlich.“

Die Löschgruppe Bröderhausen wurde am 5. Februar 1948 gegründet. Das Feuerwehrgerätehaus an der Großenberkener Straße 48 (Einweihung 1970) – ein Anbau am Ostteil des Dorfgemeinschaftshauses – weist erhebliche Mängel auf. 2006 wurde das Gerätehaus in Eigenleistung renoviert und dem damaligen Stand der Technik angepasst. Die Fahrzeughalle beherbergt das Fahrzeug TSF-W, die persönliche Schutzausrüstung der Feuerwehrleute sowie weiteres technisches Gerät, Werkzeug und Ähnliches.

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