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Zusammenlegung der Feuerwehren in Hüllhorst: mehrheitlicher Ratsbeschluss

Grundstückssuche läuft

Hüllhorst (WB). In der Debatte um die Feuerwehrstandorte ist eine wichtige Entscheidung gefallen. Mehrheitlich wurde in der Ratssitzung beschlossen, der Verwaltung einen Arbeitsauftrag zu erteilen. Sie soll eine geeignete Fläche für den Bau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses für die Löschgruppen Bröderhausen, Schnathorst und Tengern innerhalb der Ortsgrenzen zwischen Schnathorst und Tengern ermitteln. Alternativ sollen unter Hinterzuziehung eines Fachplaners Möglichkeiten zur Erweiterung des Feuerwehrhauses Schnathorst geprüft werden, um dort die Löschgruppen Bröderhausen und Tengern mit unterzubringen.

Kathrin Kröger

Für den Standort Hüllhorst/Holsen ist bereits ein Grundstück am „Rotsiek“ im Industriegebiet Hüllhorst gefunden worden. Foto: Hülsmeier

Das Votum: 20 Ja-Stimmen, neun Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Somit erging der Beschluss gegen den Widerstand der CDU, die in Person von Thomas Sieker vor der Abstimmung in der Ratssitzung am Donnerstagabend darauf gedrungen hatte, noch eine weitere so genannte Holsener Runde und somit eine zweite Besprechung zwischen Verwaltung, Wehrführung, den Löschgruppen Tengern und Bröderhausen, den Fraktionsvorsitzenden und den Ortsvorstehern anzuberaumen. Im Gespräch mit dieser Zeitung sagte Sieker, der auch Ortsvorsteher von Bröderhausen ist: „Unsere Ablehnung war keine Entscheidung gegen, sondern für die Feuerwehr.“ Die CDU habe damit abwenden wollen, „dass wir mittelfristig 17 Mitglieder der Löschgruppe Bröderhausen und zwei der Löschgruppe Tengern verlieren“. Die Kameraden hatten angekündigt, aus der Feuerwehr auszutreten, sollte es zu dem nun erfolgten Beschluss kommen (wir berichteten). Diese Leute würden nun im Stich gelassen, so Sieker.

Treffen nicht nachgeholt

Wie die CDU habe auch die Löschgruppe Bröderhausen stark bemängelt, dass es keine zweite Holsener Runde gegeben habe. Ein solches Treffen habe erstmals im Mai 2019 stattgefunden und im August/September 2019 hätte es nach Angaben von Thomas Sieker eine zweite Zusammenkunft dieser Art geben sollen. „Da aber eine neue Löschgruppenleitung für Tengern gefunden werden musste, musste das Treffen verschoben werden“, so der Unionspolitiker. Ende Oktober und Anfang Februar habe die CDU jeweils nachgefragt, was nun mit einem neuen Termin sei. Sieker: „Die Runde ist aber nicht nachgeholt worden.“

In der Ratssitzung fand er deutliche Worte. „Nach 15 Monaten stehen wir vor einem Scherbenhaufen und die Verlierer sind die Löschgruppen Tengern und Bröderhausen.“ Der Ratsbeschluss vom 12. Dezember 2018 sei zwei Mal untergraben worden: erstens bei der Empfehlung der Gesamtwehrführung eines Standortes Ost, also einer Zusammenlegung, die auch Schnathorst miteinbezieht, und zweitens bei der Aufgabe der Eigenständigkeit von Tengern und Bröderhausen. Sieker betonte, dass sich der Verlust der Eigenständigkeit auf die alte Standortfrage, also eine Zusammenlegung der Löschgruppen Tengern und Bröderhausen, beziehe. „Es sollte eine Leitung für beide Feuerwehren mit zwei Stellvertretern geben. Damit wäre die Löschgruppe Bröderhausen quasi aufgelöst worden.“ Diese eben nicht nur bauliche, sondern auch personelle Zusammenlegung sei der Grund, weshalb für den Standort Tengern/Bröderhausen noch keine Lösung gefunden werden konnte, so die Einschätzung Siekers, der mit einem Antrag auf Absetzung des Tagesordnungspunktes gescheitert war.

Das CDU-Ratsmitglied kritisierte ferner die Aussage der Verwaltung, dass sich bei einer Umfrage unter den Mitgliedern der drei Löschgruppen die Mehrheit für die Errichtung eines neuen gemeinsamen Standortes entlang der Tengerner Straße beziehungsweise für einen Anbau an das Feuerwehrhaus in Schnathorst ausgesprochen habe. Letzteres hätten nur zwölf von 65 Kameraden favorisiert. Die Standortfrage für Hüllhorst/Holsen ist schon weiter gediehen. Bürgermeister Bernd Rührup sagte, man habe ein Grundstück gefunden – „in Schlagweite der ursprünglich gewünschten Fläche“. Der Acker, auf dem das Feuerwehrgerätehaus errichtet werden soll, befindet sich an der Straße Rotsiek neben der ehemaligen Firma Stallmann im Industriegebiet Hüllhorst. Rührup: „Derzeit läuft der Planungsprozess für den Neubau.“

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