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Infrastrukturausschuss folgt Antrag der FWG UHu: Temporeduzierung an Busstopp in Schnathorst – Messungen

Haltestelle in Schnathorst soll sicherer werden

Hüllhorst

Autofahrer sollen hier demnächst auf die Bremse treten müssen. Als „absolut unbefriedigend“ hatte die FWG UHu die Situation an der Bushaltestelle Mindener Straße/Steinweg in Schnathorst bezeichnet.

Kathrin Kröger

Die FWG UHu hatte moniert, dass vor statt hinter der Bushaltestelle Mindener Straße/Steinweg Tempo 70 aufgehoben wird. Foto: FWG UHu

Von den Bürgern und Gewerbetreibenden würde dies ebenso wahrgenommen. Dieser Missstand soll bald der Vergangenheit angehören.

Der neue Infrastrukturausschuss hat in seiner ersten Sitzung in der vergangenen Woche einstimmig beschlossen, dem Antrag der Fraktion FWG UHu zu folgen: Somit wurde die Verwaltung beauftragt, beim Straßenverkehrsamt des Kreises Minden-Lübbecke auf der Mindener Straße (L 876) im Bereich der Haltestelle „Windmühle“ eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer zu beantragen – derzeit gilt dort Tempo 100. Außerdem wurden zwei Ergänzungen mit aufgenommen.

„Der Antrag ist auf jeden Fall sinnvoll“, betonte Reinhard Scheerer (CDU). Der Ortsvorsteher von Schnathorst regte vor der Abstimmung noch eine Ergänzung des Antrags an. „Wenn die Tempo-70-Zone erweitert werden soll, sollte man dort dann nicht durchgängig eine Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern einrichten?“, so seine Frage an Verwaltung und Plenum. Der Streckenabschnitt, auf dem Tempo 100 erlaubt sei, sei so kurz, „dass es sich eigentlich gar nicht mehr lohnt, Gas zu geben“. Scheerer: „Es kommt dort auch zu Wildunfällen.“

Somit wurde vom Ausschuss als Zusatz ebenfalls der Verwaltung mit auf den Weg gegeben, von der Siedinghausener Straße bis zum Ortseingangsschild „Struckhof“ die Aufhebungsschilder von Tempo 70 durch den Kreis entfernen zu lassen. Weitere Ergänzung: An der Bushaltestelle soll eine Straßenbeleuchtung installiert werden.

Diese hatte auch die FWG UHu bereits in ihrem Antrag angeregt. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jörg Pohlmann betont in seinem Schreiben an Bürgermeister Michael Kasche, dass der Bereich um die Haltestelle nicht ausgeleuchtet sei. Die nächste Straßenlaterne befinde sich im Steinweg. Zudem monierte die Fraktion, dass es keinen befestigten Übergang von der Bushaltestelle zum Bus gebe. „Die Fahrgäste kommen weder sicher noch trockenen Fußes zum und aus dem Bus.“ Wie schon beim Tempolimit soll die Verwaltung mit Straßen NRW Kontakt aufnehmen, um den Übergang gefahrlos begehbar zu gestalten – oder in Anbetracht der Geringfügigkeit selbst zur Tat schreiten.

Geschwindigkeitsmessungen

Ebenfalls einstimmig hat sich das Gremium dafür ausgesprochen, an der Beendorfer Straße und der Wurlitzerstraße Geschwindigkeitsmessungen vorzunehmen. Dies geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück, die bereits Anfang August vergangenen Jahres gefordert hatte, auf besagten Straßen die zulässige Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu begrenzen – an der Wurlitzerstraße von der Kreuzung Ortkamp bis zur Kreuzung Am Ilex und an der Beendorfer Straße von der Einmündung Oberbauerschafter Straße bis zur Einfahrt Sportplatz.

Fraktionsvorsitzender Frank Picker hatte den Antrag der SPD damit begründet, dass die Anwohner der Wurlitzerstraße durch den geplanten Ausbau noch eine Zunahme von Geschwindigkeitsübertretungen befürchten würden. Sie wünschten sich temporeduzierende Maßnahmen, die nur möglich seien, wenn höchstens 30 Stundenkilometer erlaubt seien. Auch bei der Bürgeranhörung für den Ausbau der Beendorfer Straße sei der Ruf nach Tempo 30 von den Anwohnern geäußert worden. Picker: „Die Straße ist als Zufahrt zum Gewerbegebiet sowohl durch Autos als auch Lastwagen stark befahren.“

Mit den Ergebnissen der Geschwindigkeitsmessungen an beiden Straßen soll erneut über den Antrag beraten werden. Die Verwaltung verwies darauf, dass eine objektive Grundlage erforderlich sei. „Man muss sehen, ob da jeweils zu schnell gefahren wird“, sagte Joachim Struckmeyer vom Fachbereich Technik. Eine Verkehrsmessung sei auch zwingender Bestandteil für einen Antrag an das Straßenverkehrsamt des Kreises.

Keine Parkverbotszone

Abgelehnt wurde der Antrag der Grünen auf Einrichtung einer Parkverbotszone an der Osterstraße. Die Verwaltung teilte mit, dass auf Nachfrage bei den Busunternehmen keine Probleme mit geparkten Fahrzeugen an der Osterstraße bestünden und es deshalb nicht erforderlich sei, eine Halteverbotszone einzurichten. In seinem Schreiben an den Bürgermeister von November hatte Fraktionsvorsitzender Jürgen Friese geschildert, dass bei den neuen Schulbushaltestellen nicht bedacht worden sei, „dass die Schulbusse zum Abbiegen in den Drosselweg wegen geparkter Fahrzeuge an der Osterstraße große Probleme haben“.

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