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Bürgermeister zeigt Entwicklung des Netzausbaus in Gemeinde auf

„Hüllhorst ist ganz weit vorn“

Hüllhorst (WB). In mehreren Ortsteilen in der Gemeinde Hüllhorst wird derzeit gebuddelt, damit die Bürger schnelles Internet bekommen. Tiefbauarbeiten durch die Firma Internexio laufen bereits in Ahlsen, Holsen, Büttendorf und Tengern, in Schnathorst und Bröderhausen, wie Joachim Struckmeyer vom Fachbereich Technik auf Anfrage sagte. Mit Hochdruck geht es voran, teilweise sind die Leerrohre schon verlegt. „Die sind mit vier oder fünf Kolonnen unterwegs“, so Struckmeyer.

Kathrin Kröger

Seit Anfang November laufen in der Gemeinde Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau. Diese dauern etwa vier bis sechs Wochen, danach folgen die Glasfaserarbeiten, die weitere sechs bis zehn Wochen in Anspruch nehmen. Foto: dpa

„Ein Quantensprung“

Die Umsetzung des Masterplans Breitbandausbau des Kreises geht damit in der Wiehengemeinde schneller an den Start als erwartet. Das hat Bürgermeister Bernd Rührup am Mittwochabend im Bau- und Umweltausschuss hervorgehoben. Nach seiner Einschätzung ist der Glasfaserausbau in etwa einem halben Jahr abgeschlossen und die Haushalte am Netz. „Was sich in Hüllhorst in den vergangenen drei Jahren entwickelt hat, ist ein Quantensprung“, sagte Rührup. Die Verwaltung setze alles daran, in Sachen schnelles Internet so gut wie möglich voranzukommen. „Wir sind einen Schritt weiter als viele andere Kommunen.“ Zumindest im Altkreis Lübbecke seien in den vergangenen vier Jahren in keiner der anderen Gemeinden in diesem Maße Bautätigkeiten bekannt.

Etwa 1000 Haushalte verfügen über Glasfaseranschluss

Bislang verfügten etwa 1000 Haushalte in Hüllhorst über einen Glasfaserhausanschluss. Innogy habe in Tengern und Ahlsen eine Vorvermarktung gemacht und werde nun kurzfristig den Ausbau für weitere etwa 250 Glasfaserhausanschlüsse starten. „Die Anzahl der unterversorgten beziehungsweise schlecht versorgten Haushalte liegt schätzungsweise noch bei 565 Haushalten (etwa 10,9 Prozent)“, so Rührup. Über den Masterplan des Kreises würden diese seit November mit FTTB (übersetzt „Glasfaser bis zum Gebäude“) erschlossen.

In Hüllhorst werden nach Angaben der Verwaltung 2,9 Millionen Euro investiert (zehn Prozent kommunaler Eigenanteil), ein Verteilnetz über 71 Kilometer gebaut und 13 Kilometer Hausanschlüsse verteilt. Geprüft werde aktuell, ob eine Projekterweiterung mit einem weitergehenden Ausbau im Kreis möglich sei. Auch die Firma Innogy prüfe weitere FTTB-Projekte in unterversorgten Gebieten in der Gemeinde.

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