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Stellenschaffung: Verwaltung bereitet die Grundlagen für den Förderantrag vor

Klimaschutz macht keine Pause

Hüllhorst (WB). Auch in der längeren Sitzungspause ist die Verwaltung nicht untätig und bleibt an all den wichtigen Projekten, Vorhaben und Themen dran. Eines davon ist der Klimaschutz.

Kathrin Kröger

Das Umrüsten auf umweltfreundliche Lampen sprich LED-Leuchten an Straßen und in Schulen gehört zu den Projektschwerpunkten. Foto: dpa

In der jüngsten Ratssitzung hatte das Gremium vier Entscheidungen beschlossen, damit sich die Gemeinde nachhaltig aufstellen kann: 1. Das gemeinsam mit dem Kreis Minden-Lübbecke und sieben kreisangehörigen Städten und Gemeinden erstellte „Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK)“ wird für die Gemeinde Hüllhorst umgesetzt, 2. Zur Umsetzung des IKSK wird ein Klimaschutzmanagement eingerichtet, 3. Das im IKSK beschriebene Klimaschutzcontrolling wird aufgebaut, 4. Die Verwaltung wird beauftragt, einen Förderantrag im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative zur Einstellung eines Klimaschutzmanagers zu stellen. Die Abstimmung erfolgte einstimmig bei einer Enthaltung von Andreas Sand (FDP).

Nach Auskunft von Bürgermeister Bernd Rührup bereitet die Verwaltung zur Zeit in Kooperation mit der Kommunalagentur NRW die umfangreichen Grundlagen für den Förderantrag vor. „Im Einzelnen sind hier sehr detailliert Projekte aus dem Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes über die drei Jahre des Förderzeitraums in einer Übersicht und einem Arbeitsplan darzustellen“, so das Gemeindeoberhaupt. Dabei sollten insbesondere die zum Teil bereits politisch diskutierten Projektschwerpunkte (zum Beispiel LED-Ausstattung) berücksichtigt werden.

Auch für Kampagnen zuständig

Im Vorfeld des jüngsten Rates waren von der CDU-Fraktion einige Fragen an die Verwaltung gerichtet worden, die von Bernd Rührup in der Sitzung beantwortet wurden. Unter anderem ging es um die Stellenausschreibung des Klimaschutzmanagers. Das Tätigkeitsprofil umfasst, so Rührup, Koordinierung, Konkretisierung und Umsetzung von Maßnahmen auf Grundlage des integrierten Klimaschutzkonzeptes. Schwerpunkte liegen unter anderem auf den kommunalen Gebäuden, dem Fördermittelmanagement, dem zentralen Informations- und Beratungsmanagement und dem kommunalen Mobilitätsmanagement.

Zudem ist er oder sie zuständig für Organisation und Aufbau der Vernetzung der Klimaakteure, wie Politik, Verwaltung, Bevölkerung und unterschiedlichen Projektpartnern im lokalen und regionalen Klimaschutz. Ferner gehören zu den Tätigkeiten die Öffentlichkeitsarbeit zum integrierten Klimaschutzkonzept in den Bereichen Verwaltung, private Haushalte, Wirtschaft und Verkehr (Klimaschutz-Internetseite, Pressearbeit, Erstellung von Informationsmaterial) sowie die Planung und Durchführung von Aktionen, Kampagnen und Wettbewerben (zum Beispiel Fördermittelberatung). Als letzten Punkt nannte der Bürgermeister die Berichterstattung und Kommunikation mit der Verwaltung und den politischen Gremien sowie die Unterstützung beim Herbeiführen von Beschlüssen (Berichtswesen, Bilanzierungen, Controlling).

Der Klimaschutzmanager soll dem Fachbereich 2 oder der Stabsstelle zugeordnet werden. Er wird bezahlt nach dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes, Entgeltgruppe 10 oder 11. Somit liegt nach Angaben des Bürgermeisters der Eigenanteil der Kommune zwischen 50.620 Euro und 53.040 Euro.

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