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Schüler der Gesamtschule Hüllhorst bieten Programm mit Theater, Musik und Poesie

Kulturabend öffnet die Sinne

Hüllhorst (WB). Dass Schule nicht nur aus verkopftem Lernen besteht, sondern auch die schönen Dinge des Lebens beinhaltet, haben Schüler der Gesamtschule Hüllhorst zahlreichen Besucher am Donnerstag beim alljährlichen Schulkulturabend gezeigt.

Kulturabend in der Gesamtschule: Marie Möller, Luzie Born und Diana Warkentin sind dem Dieb der Kugel auf der Spur. Foto:

Das Motto hatte der Literaturkurs der Oberstufe mit einer Aussage des Lehrers John Keating aus dem berühmten Filmdrama »Club der toten Dichter« vorgegeben: »Poesie kann vieles beinhalten, was uns die Augen öffnet.« Dazu gehört offensichtlich für die Kinder und Jugendlichen insbesondere die Liebe in all ihren Facetten.

Erfrischend-ironisches Märchenstück

Denn in dem modernen Märchenstück »Die verschwundene Kugel« der Theater-AG beschweren sich berühmte Märchen-Prinzessinnen in einer ironisch-erfrischenden Art darüber, dass sie ohne einen Prinzen ihr langweiliges Dasein fristen müssen. Die Gründe dafür sind vielfältig. So lebt Elsa leider zu weit weg von der Zivilisation in ihrem Eis-Schloss hinter hohen Bergen. Die schöne Belle hat ihr Biest schlichtweg verloren, die böse Stiefschwester ist höchst unzufrieden, weil Aschenputtel ihr alles vor der Nase wegschnappte und die Prinzessin auf der Erbse gibt selbstkritisch zu: »Ich bin einfach zu kompliziert und launisch.«

Poetry Slam und Musikgenuss

Um Gefühle und Herzweh ging es auch in dem Vortrag von Joelina Hasse aus dem achten Jahrgang. Sie schilderte höchst eindrucksvoll und emotional in Form eines »Poetry Slams«, indem sie ihren Textvortrag durch Selbstinszenierung ergänzte, in welcher tiefsinnigen und vielfältigen Weise Jugendliche Liebe empfinden können.

Zu den schönen Seiten des Lebens gehört es auch, sich zu entspannen und musikalisch verwöhnen zu lassen. Dementsprechend umschmeichelten diverse Musikgruppen mit ihrem Spiel die Ohren der Zuhörer: Die Bläser AG spielte den ungarischen »Csardas« und mit Verstärkung durch den »Point«-Kurs des fünften Jahrgangs noch den Song »How it is«. Die Musikklasse 6b präsentierte »Strong enough« von Cher und den »Vogelfänger«. Der Musikkurs der EF spielte »Sounds of silence« von Simon & Garfunkel und die Schulband bot »80 Millionen« von Max Giesinger dar. Der Chor des neunten Jahrgangs interpretierte »Hollywood Hills« und »California Dreaming« auf eindrucksvolle Weise.

Schwarzlichttheater

Neben dem akustischen wurde auch der optische Sinn der Zuschauer besonders angesprochen, indem das Schwarzlichttheater mit einer perfekt einstudierten Darbietung den verdunkelten Saal in ein buntes Farbenmeer verwandelte.

In der Pause gab es lukullischen Hochgenuss für den Geschmackssinn. Dieser wurde den Besuchern bereitet von dem WP-kurs (Wahlpflichtfach) »Hauswirtschaft« des siebten Jahrgangs. Nebenbei gab es musikalische Unterhaltung von Joshua Smith und Christopher Friedl auf dem Vorplatz mit Gitarre und Gesang.

Souveräner Moderator

Durch die Vorstellung führte Thomas Sawatzky, der herrlich amüsant und schlagfertig die Umbauphasen hinter den Kulissen überbrückte, den einen oder anderen ungeplanten Zwischenfall für sich nutzte und so das Publikum auf seine Seite zog. Dieses verließ, ganz im Sinne der jungen Akteure, angesichts der brillanten und rührenden Darbietungen den Saal mit geöffneten Augen und Sinnen, so dass auch die organisierenden Lehrer Friedrich Schütte und Winfried Nobis ein durchweg positives Fazit des gelungenen Kulturabend zogen.

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