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Handtaschenweitwurf: SPD Holsen veranstaltet drittes Jux-Spektakel der Damen

Mit ordentlich »Wums«

Hüllhorst (WB). So eine Handtasche kann ganz schön schwer sein. Je nachdem, was Frau alles hinein packt. Auch die Handtaschen beim Weitwurf-Spektakel in Holsen waren gut gefüllt.

Eva Rahe

Einmal zeigen, wie die Handtasche richtig fliegt: Sandra Nottbusch vom SPD-Ortsverein Holsen hat beim Gemeinde-Handtaschenweitwerfen (GHDD) außer Konkurrenz teilgenommen. Und das mit ordentlich Schwung. Foto: Eva Rahe

Der SPD-Ortsverein hatte zum dritten Gemeinde-Handtaschenweitwerfen (GHDD) eingeladen. Die Handtaschen flogen insgesamt 210 Mal durch die Luft. Steine seien es nicht gewesen, mit denen die Handtaschen gefüllt waren, sondern Sand, sagte Schriftführerin Nadine Kirchhoff. Damit habe jede der drei Wurftaschen ein Gewicht von 2,3 Kilogramm auf die Waage gebracht.

In zwei Runden wurden am Sonntag beim Handtaschenweitwurf die beste Werferin und die beste Mannschaft ermittelt. Dabei kam es nicht nur auf Kraft an. Auch die Wurftechnik war entscheidend.

Eher schleudern als werfen

Nadine Kirchhoff ist quasi eine Expertin im Handtaschenweitwerfen, denn sie ist diejenige, die die Handtaschen vorab testet. »Unsere Handtaschen müssen eher geschleudert als geworfen werden. Außerdem sollten sie sehr robust sein«, sagte sie. Und man müsse schon eine halbe Drehung machen, um ordentlich »Wums« dahinter zu kriegen. Zudem sei es von Vorteil, wenn Frau ein gutes ordentliches Körpergewicht auf die Waage bringe. Fliegengewichte kämen meist nicht so weit, so die Schriftführerin.

Wie man eine Handtasche richtig wirft, das weiß Carola Bartel offenbar ganz genau. Sie gewann den Wettkampf in der Einzelwertung. Mit 64,50 Metern holte sie den Sieg und damit den begehrten Jo-Jo-Pokal, benannt nach dem Erfinder Jochen Johanning. Auch die Zweitplatzierte in der Einzelwertung, Alin Zwiener (59,70 Meter), konnte ihr Können unter Beweis stellen. Beide gehörten zum Team »Intime Wachteln«. Auf den dritten Platz schaffte es mit 57,80 Metern Kirsten Schmidt von den »Müden Mamis«.

So unausgeschlafen waren selbige aber gar nicht. Sie holten in der Mannschaftswertung den Gesamtsieg. Die vier Hüllhorsterinnen warfen zusammen eine Strecke von 215,90 Metern. Auf dem zweiten Platz landeten die »Intimen Wachteln« mit insgesamt 208,90 Metern, auf dem dritten Platz die Mannschaft »Flying Chanel« mit 164,50 Metern.

Nächstes Jahr fliegen Gummistiefel

35 Damen nahmen am Wettbewerb teil. Die Herren mussten im Zuschauerraum bleiben. Jochen Johanning hatte 2016 die Idee zu der Jux-Veranstaltung, »um auch mal etwas für die Frauen zu machen«, wie er sagte. Daraus hat sich ein gemütliches Familienfest am Dorfgemeinschaftshaus in Holsen entwickelt.

Der SPD-Ortsverein sorgte für kühle Getränke, die bei dem heißen Wetter großen Absatz fanden. Zu essen gab es Hot Dogs und Pommes und als besonderen Leckerbissen Krustenbraten im Brötchen. »Wir freuen uns, dass die Resonanz so gut ist«, sagte Thomas Bohnenkamp, Vorsitzender des Ortsvereins. »Wir werden das auf jeden Fall weitermachen«, sagte Johanning. 2020 sind die Herren mit dem Gummistiefelweitwurf an der Reihe.

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