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Friedhof in Oberbauerschaft wird neu gestaltet – Baubeginn in diesem Herbst

Pflegeleichte Alternativen schaffen

Oberbauerschaft (WB). Gräber werden aufgegeben und immer mehr Flächen bleiben grün: Auf dem Friedhof Beendorf in Oberbauerschaft soll sich das ändern. Die Gemeinde Hüllhorst plant, noch in diesem Jahr mit der Modernisierung zu beginnen und hat dazu am Dienstagabend alle Gemeindemitglieder über die Neugestaltung informiert.

Lena Knickmeier

Zu viele Freiflächen: Der Friedhof Beendorf soll noch in diesem Jahr neu gestaltet werden. Foto: Lena Knickmeier

»Viele Friedhöfe haben Konkurrenz von Friedwäldern bekommen und müssen sich nun dem veränderten Bedarf anpassen«, sagte Ingenieurin Christina Stoffers. Die Petershägerin hatte sich im Auftrag der Gemeinde Hüllhorst mit einer Neugestaltung des Friedhofs Beendorf beschäftigt. »Wir wollen das Angebot in Beendorf erweitern und für die Mitglieder der Kirchengemeinde Oberbauerschaft pflegeleichte Alternativen schaffen«, sagte Susanne Sassenberg, Leiterin des Fachbereichs Technik bei der Gemeinde Hüllhorst.

Erster Bauabschnitt ab Herbst

So sollen in einem ersten Bauabschnitt, mit dem noch in diesem Herbst begonnen werden soll, pflegeleichte Rasengräber für eine Sargbestattung und Partnergräber für eine Urnenbestattung entstehen. Außerdem wird auf einer größeren Freifläche ein Baum gepflanzt, der etwa zwölf Urnen Platz bietet. »Es hat sich gezeigt, dass die Baumbestattung, die es seit mehreren Jahren auf dem Friedhof in Hüllhorst gibt, gut bei den Bürgern ankommt«, sagte Gisela Heidenreich-Heßler.

Der Trend gehe auch bei den Bestattungen dahin, möglichst pflegeleichte Gräber zu haben, sagte Christina Stoffers. Trotzdem rät die Ingenieurin davon ab, den Friedhof Beendorf großflächig zu verändern und zu viele Begräbnisformen anzubieten. »Das würde sich nicht lohnen. Dafür gibt es hier zu wenige Beerdigungen«, sagte die Ingenieurin.

Linden-Allee wird in Konzeption eingebunden

Auch die alte Linden-Allee, die den Aufgang zum Friedhof Beendorf ziert, wird in das neue Gestaltungskonzept mit eingebunden. Bereits am Dienstag wurden die Bäume geschnitten, nachdem sie im Vorfeld von einem Baumgutachter untersucht wurden. Zwei der Bäume leiden an einem Wurzelpilz und müssen gefällt werden. Der Hauptweg des Friedhofs soll auch allee-artig gestaltet werden und die Kreuzung in der Mitte zu einem Treffpunkt mit Bänken umgebaut werden.

Der Friedhof Beendorf ist der erste Friedhof, der neu gestaltet wird. In den nächsten Jahren plant die Gemeinde, alle Hüllhorster Friedhöfe zu modernisieren. Bei der Friedhofsbegehung in Oberbauerschaft durften die Anwesenden natürlich auch Kritik und Wünsche äußern. So forderten die Gemeindemitglieder mehr befestigte Wege und zwei weitere Wasserstellen. Gerade für ältere Menschen sei es sehr schwierig geworden, die Gießkannen über die unbefestigten Wege bis zu den Gräbern zu transportieren. Außerdem seien die Wege nicht eindeutig erkennbar und der Maulwurf würde diese sehr unwegsam machen. Die Anwesenden beschwerten sich auch über ungepflegte Gräber und die Zierapfelbäume direkt am Weg. Das Laub und die Früchte würden im Herbst auf den Weg fallen und diesen rutschig machen.

Budget von 15.000 Euro

Gisela Heidenreich-Heßler und Susanne Sassenberg versprachen, die Anregungen für den zweiten Bauabschnitt mit zu berücksichtigen. »Für die erste Bauphase haben wir nur ein Budget von 15.000 Euro«, sagte Susanne Sassenberg.

Ein Plan mit allen Änderungen wird auf der Internetseite www.huellhorst.de bereit gestellt.

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