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Jugendliches Duo (15 und 16) aus Hüllhorst hatte sich in Abstellraum versteckt

Polizei ertappt Einbrecher in Grundschule Ahlsen

Hüllhorst-Ahlsen ...

Dank einer aufmerksamen Anwohnerin hat die Polizei am Donnerstagabend zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren bei einem Einbruch in die Grundschule Ahlsen ertappt.

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Zwei Jugendliche sind am Donnerstagabend in die Grundschule Ahlsen eingebrochen. Foto: Kokemoor

Die Beamten fanden das aus Hüllhorst stammende Duo hinter Matten und Gummibällen versteckt in einem Abstellraum. Zur Rede gestellt, bestritten die Jugendlichen jegliche Diebstahlsabsicht.

Die Zeugin hatte per Notruf 110 gegen 21.45 Uhr gemeldet, dass sich Personen in dem an der Straße Heithof gelegenen Gebäudekomplex aufhalten würden. Zudem sei ein Lichtschein erkennbar. Daraufhin rückten die Beamten mit mehreren Streifenwagen aus und umstellten zunächst das Gebäude. Als die Einsatzkräfte ebenfalls eine Person im Inneren bemerkten, begannen sie mit Unterstützung eines Polizeihundeführers die Räume zu durchsuchen.

Zuvor hatte die zwischenzeitlich verständigte Schulleiterin Kathrin Clausen den Polizisten die Tür aufgeschlossen. Bei der Suche entdeckten die Einsatzkräfte in einem Klassenraum ein geöffnetes Fenster sowie ein Metallrohr, das in einem Papierkorb eines Klassenraums stand. Wenig später stießen sie dann auf das Versteck der Jugendlichen.

Die hatten eigenen Angaben zufolge zunächst auf dem Schulgelände Fußball gespielt. Als der Ball auf dem Vordach des mittleren Gebäudeteils landete, kletterte offenbar der 15-Jährige hinauf. Doch statt weiter Fußball zu spielen, stieg er durch ein Fenster ein und öffnete seinem Freund eine Tür. Das Fenster hat nach Angaben der Polizei Aufbruchsspuren aufgewiesen.

Die vorübergehend festgenommenen Jugendlichen wurden zur Polizeiwache gebracht und später ihren Eltern übergeben.

Im Gespräch mit dieser Zeitung lobte Polizeisprecher Ralf Steinmeyer das Verhalten der Anwohnerin. „Sie hat alles richtig gemacht.“ So könne man als Bürger mithelfen, Vandalismus, Sachbeschädigung und Brandstiftung, die in der Vergangenheit in der Gemeinde passiert wären, beizukommen. Es sei nicht ratsam, Täter anzusprechen und diese damit womöglich in die Flucht zu schlagen, bevor die Polizei eintreffe. Wie in diesem Fall vorbildlich geschehen, habe die Zeugin schlichtweg den Notruf gewählt und die notwendigen Informationen zur Situation geschildert.

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