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Veranstaltungskalender des Heimatvereins Singkreis Ahlsen-Reineberg war von Absagen geprägt

Rückblick auf ein trauriges Jahr

Ahlsen (WB)

Hoffen, warten und geduldig sein – so beschreibt Vorsitzende Ute Lange, wie der Heimatverein Singkreis Ahlsen-Reineberg die vergangenen zwölf Monate erlebt hat. Ihr wenig tröstliches Fazit beim Blick zurück: „2020 war ein trauriges Jahr.“

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Ein Aufnahme aus unbeschwerten Zeiten: Proben zum Dorfabend 2020 des Singkreises Ahlsen-Reineberg, der wegen der Corona-Pandemie nicht mehr stattfinden konnte. Unser Bild zeigt (von links) Rita Poggemöller, Astrid Schiermeier, Karin Kleffmann und Ulla Schauffert. Foto: Anette Hülsmeier

Die Winterwanderung für Mitglieder und Freunde des Vereins sowie die Jahreshauptversammlung Ende Februar konnten noch stattfinden, aber dann war Schluss. Die Konsequenzen aus der Corona-Pandemie wollten es so. Der Dorfabend musste 14 Tage vor der Premiere abgesagt werden. „Wir sind der Meinung, dass wir eine Verantwortung unseren Besuchern, vor allem den älteren Besuchern gegenüber haben und ebenso unseren Helferinnen und Helfern gegenüber“, hieß es in der Absage. Und weiter: „Ob Besucher oder Helfer – wir haben eine ganz hohe Anzahl älterer Menschen dabei. Und wir alle sind in der Pflicht die Älteren zu schützen und alles zu tun, damit sie sich nicht anstecken. Gerade die Spieler sind sehr traurig, sind aber auch überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.“

Das geplante Konzert mit allen Chören im September fiel ebenfalls aus, es gab keinen Vorleseabend im November und auch die traditionelle Seniorenfeier im Advent kam nicht zustande.

Nur die Heimatpfleger waren fleißig, unter anderem haben sie im Laufe des Jahres mehrere neue Bänke aufgestellt und auch dafür gesorgt, dass Ende November der große Weihnachtsbaum wieder auf dem Dorfplatz stand. Die Adventsfeier am Weihnachtsbaum konnte allerdings nicht stattfinden.

Ein Lichtblick war im September die Lockerung der Abstandsregeln beim Chorgesang. Daraufhin erstellte der Verein ein Hygienekonzept, das die Gemeinde genehmigte. Der Vereinsraum wurde genau ausgemessen, um die nun gültigen Abstände zu gewährleisten. Aufgrund der Raumgröße konnten elf Sängerinnen und Sänger an den Proben teilnehmen; bei mehr Teilnehmenden würde man eben in zwei Gruppen singen. Für alle war wichtig: „Es passierte etwas“. Die Gruppe „Driftwood“ begann dann Anfang Oktober wieder mit den Proben, eine Woche später folgte „CHORios“ mit neun Teilnehmenden. Der Shanty-Chor hatte beschlossen noch etwas zu warten.

Die Chormitglieder waren glücklich, endlich wieder singen und musizieren zu können. Aber die Freude hielt nicht lange an, denn, nach dem die Corona-Zahlen wieder drastisch anstiegen, musste doch alles wieder gestoppt werden. Ute Lange versprach aber: „Sobald wir wieder dürfen, geht es weiter, denn wir wissen ja jetzt, wie wir mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen umgehen müssen.“

Leider beginnt 2021 für den Verein, wie 2020 geendet hat: Die Winterwanderung fällt aus, und es wird auch keinen Dorfabend in diesem Jahr geben. Ein wenig Hoffnung haben die Spielerinnen und Spieler, eventuell im Oktober mit Proben für einen Dorfabend im Jahr 2022 beginnen zu können. „Aber genaue Planungen sind leider zurzeit überhaupt nicht möglich“, betont die Vorsitzende. Sie ist sich sicher: „Alle Verantwortlichen würden sich freuen, wenn im Sommer bei gutem Wetter mal wieder ein Treffen mit Mitgliedern und eventuell auch Gästen möglich wäre.“

Die Jahreshauptversammlung im Februar fällt erst einmal aus, auch hier bleibt allen Beteiligten nur übrig, weiter abzuwarten. Ute Lange: „Wenn ein Termin möglich ist und fest steht, werden die Mitglieder natürlich schnellstens informiert.“

Der Vereinsvorstand dankt seinen Mitgliedern für ihre Geduld und Treue. Er wünscht trotz Corona eine gute Zeit und hofft, dass alle gesund bleiben und es bald ein Wiedersehen geben kann.

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