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Baumaßnahme am Alten Feuerwehrhaus in Schnathorst – Nutzung für Vereine denkbar

Sanierung an Schnathorster Denkmal hat begonnen

Hüllhorst-Schnath...

1990 ist das letzte Mal Hand angelegt worden: Das alte Feuerwehrhaus in Schnathorst wurde vor 30 Jahren renoviert und braucht an so mancher Stelle erneut eine Schönheitskur. Die Sanierungsmaßnahmen an dem markanten historischen Spritzenhaus anno 1914 haben im Januar begonnen.

Kathrin Kröger

Das Alte Feuerwehrhaus an der Mindener Straße 15 mit Schlauchturm über dem Torgiebel wurde 1914 gebaut und 1990 renoviert. Mittlerweile hat aber erneut der Zahn der Zeit an dem Gebäude genagt. Foto: Andreas Kokemoor

Die Finanzierung steht. Bereits im Oktober 2019 hatte Günter Heidemann von der Bezirksregierung Detmold einen Förderbescheid für die Sanierung des ortsbildprägenden Denkmals an Fachbereichsleiterin Susanne Sassenberg und den damaligen Bürgermeister Bernd Rührup überreicht. Aus dem Landesförderprogramm „Dorferneuerung 2019“ kommen 91.728 Euro. Die veranschlagten Gesamtausgaben belaufen sich auf 141.120 Euro.

Eine Arbeitsgrube wurde ausgehoben, um an das Fundament zu gelangen. Aufsteigende Feuchtigkeit in den Wänden soll unterbunden worden. Foto: Andreas Kokemoor

Wobei dies angesichts der seit Jahren steigenden Baukosten nicht exakt kalkulierbar ist. „Ob der Kostenrahmen eingehalten werden kann, lässt sich noch nicht sagen“, betonte Susanne Sassenberg im Gespräch mit dieser Zeitung. Das, was letztlich auf der Rechnung stünde, könne generell um bis zu 30 Prozent nach oben und nach unten variieren. Insbesondere, wenn es sich wie in diesem Fall um ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude handele.

Nicht zuletzt diesem Umstand ist die Tatsache geschuldet, dass erst Anfang 2021 mit den Arbeiten begonnen wurde. Zum einen hätten die Baufirmen grundsätzlich viel zu tun, zum anderen müssten bei einem historischen Objekt Spezialisten gefunden werden, die das Ganze erstmal vor Ort begutachteten. „Diese Fachleute gibt es aber auch in der Region“, sagte Susanne Sassenberg. Bei einem denkmalgeschützten Haus gebe es nun einmal noch eine „Schüppe drauf“ bei den Anforderungen. Ansprechpartner der Verwaltung sei diesbezüglich die Obere Denkmalbehörde in Münster.

Susanne Sassenberg, Leiterin des Fachbereichs Technik

Bei der Maßnahme sollen im Einzelnen das Außenmauerwerk gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt und der Steigturm, die Lüftungshaube sowie der Haupteingang saniert werden. Bei einem Ortstermin mit dieser Zeitung im September 2019 wies der Schnathorster Ortsvorsteher Reinhard Scheerer auf erkennbare Probleme an der Fassade hin: Dort blättert der Putz und platzt die Farbe ab. Das zuletzt verwendete Holz sei zudem etwa 30 Jahre alt, so dass Witterungsschäden an Tür und Dach erkennbar sind. Das Dach an sich nebst Dachrinnen ist intakt. Bei der Renovierung 1990 wurden hochwertige Ziegel verwendet, wie Scheerer sagte. Innen sei das Feuerwehrhaus relativ gut erhalten.

Allzu viele Arbeitsschritte konnten bei der jetzigen Sanierung noch nicht vorgenommen werden. In der Februarwoche, die gewaltige Schneemassen und starken Frost mit sich brachte, mussten die Arbeiten ganz ruhen. „Zunächst ist eine Arbeitsgrube ausgehoben worden“, sagte Susanne Sassenberg. Man müsse an das Fundament heran, um die aufsteigende Feuchtigkeit in den Wänden zu unterbinden. Wann die Sanierung abgeschlossen sei, lasse sich noch nicht abschätzen. Mit Unwägbarkeiten im Zuge der Arbeiten sei immer zu rechnen.

Begleitend zu den Baumaßnahmen soll mit der Schnathorster Dorfgemeinschaft ein Nutzungskonzept entwickelt werden, um das Gebäude öffentlich zugänglich zu machen. „Es gab erste Überlegungen“, sagte die Fachbereichsleiterin.

„Schön wären Mehrfachnutzungen für die Vereine im Ort mit Buchungsmöglichkeiten wie es im Dorfgemeinschaftshaus der Fall ist.“ Raum nebst Toilette sei vorhanden, jedoch unbeheizt. Falls das Gebäude auch in den kalten Monaten genutzt werden solle, müsse für diese Zeit eine alternative Beheizung geschaffen werden.

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