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Schwarz-Zigaretten-Prozess: Anderweitig angeklagter Abnehmer legt Geständnis ab

Schmuggler-Gang wird schwer belastet

Hüllhorst/Bielefeld

Die Geschäfte liefen gut für den 41-jährigen Oeynhausener, allerdings waren sie illegal: Insgesamt mehr als zwei Millionen Euro an Tabaksteuer soll der Schweißer hinterzogen haben, weil er über Jahre hinweg mit unversteuerten Zigaretten handelte. Jetzt hat er in seinem Prozess vor dem Landgericht Bielefeld ein umfassendes Geständnis abgelegt und belastet darin die Schmuggler-Gruppe aus Hüllhorst schwer, die seit Mai vor Gericht steht.

Eine der Bezugsquellen für den Oeynhausener war die Gruppe von Schwarzhändlern, zu der zwei in Hüllhorst ansässige Litauer gehören und die in Bünde und Detmold ihre Lager betrieben haben soll. Foto: Henning Kaiser/dpa/Symbolbild

Von April 2019 bis Januar 2022 betrieb der 41-Jährige seine Schwarzmarktgeschäfte mit Tabakwaren, fast 70 einzelne Fälle listet die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift auf. Der Oeynhausener räumte am dritten Verhandlungstag – wie er bereits zum Prozessauftakt hatte ankündigen lassen – ein, tatsächlich im besagten Zeitraum mit Zigaretten diverser Marken, die weder verzollt noch versteuert waren, in Deutschland gehandelt zu haben. Einen beträchtlichen Teil dieser illegalen Geschäfte, zumeist im Bereich von jeweils mehreren Hundert Stangen, hatte er mit einem 36-Jährigen aus Nordwalde getätigt, der zusammen mit ihm in diesem Prozess vor der 9. Strafkammer steht: Dieser hatte meistens Zigaretten von dem Oeynhausener übernommen und an seine Abnehmer weiterverkauft.

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