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Westfalen-Ticket für den Nahverkehr kommt im neuen Schuljahr

Schüler dürfen kostenlos mitfahren

Lübbecke

Schulbusfahrten waren gestern. Heute ist Schüler-Ticket: kostenlos nicht nur zur Schule und zurück, sondern darüber hinaus im gesamten Gebiet des Westfalen-Tarifs, mit Bus und Bahn, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.

wn

Wünschen gute Fahrt: Dr. Eberhard Hagemeier (Schulleiter Wittekind-Gymnasium, links), Anke Schrader (Schulleiterin Stadtschule Lübbecke) und Bürgermeister Frank Haberbosch. Foto:

Das gilt demnächst für alle Schülerinnen und Schüler der Lübbecker weiterführenden Schulen, unabhängig vom Alter und der Entfernung der Schule vom Wohnort.

Ziel sei es, die Heranwachsenden eigenständig mobil sein zu lassen und ihnen ein niederschwelliges Angebot zu umweltgerechtem Verhalten zu machen, teilt die Stadt Lübbecke mit.

In wenigen Tagen steht für viele Kinder aus dem Lübbecker Land die Anmeldung an den weiterführenden Schulen an. Für die Stadtschule und das Wittekind-Gymnasium könnte das kostenlose Schülerticket zu einem guten Argument werden. „Auch um den Schulstandort Lübbecke gegenüber den Angeboten aus dem Umland zu stärken, haben wir bei der Umsetzung auf die Tube gedrückt“, sagt Dezernent Philipp Knappmeyer. In der Vergangenheit hätten sich nicht selten Eltern und Schüler auch deswegen für einen anderen Schulstandort entschieden, weil sie innerhalb des Stadtgebiets keinen Anspruch auf eine kostenlose Schülerbeförderung gehabt hätten.

Einige Details in der Umsetzung seien zwar noch zu klären, sagt Knappmeyer. Dennoch sei das Projekt soweit gediehen, dass man jetzt Vollzug melden könne: „Wir haben die Corona-Zeit für intensive Abstimmungsgespräche mit den Verkehrsbetrieben und den Schulleitungen genutzt und sind jetzt an dem Punkt, dass wir die Einführung zum nächsten Schuljahr umsetzen können.“

Das kostenlose Schülerticket hatte der Lübbecker Rat im Oktober auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen. Die jährlich etwa 153.000 Euro, die sich die Stadt diese Dauerkarte kosten lässt, hält auch der Bürgermeister für gut investiertes Geld. Wenn man nicht nur über Klima und Umwelt reden, sondern tatsächlich etwas tun wolle, müsse man im Bereich des Nahverkehrs bei der jüngeren Generation ansetzen, die ein eigenes Auto noch nicht als Selbstverständlichkeit verinnerlicht habe. Haberbosch: „Der Schlüssel zur Zukunft einer verträglichen Mobilität liegt bei den Erwachsenen von morgen.“

Auch in der Nachbarschaft wird über dieses Thema beraten.

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