1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Hüllhorst
  6. >
  7. Hüllhorst: Schüler setzen Friedenszeichen

  8. >

Großer Teil der Schulgemeinschaft beteiligt sich an Aktion zum Ukraine-Krieg an der Gesamtschule Hüllhorst

Schüler setzen Friedenszeichen

Hüllhorst

Weit mehr als 500 Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer haben am Donnerstag ein weithin sichtbares Zeichen für den Frieden gesetzt. In der Mittagspause versammelten sie sich auf dem Sportplatz der Gesamtschule, um sich für die Menschlichkeit zu solidarisieren.

Mit blauen und gelben Zetteln in der Hand haben sich Schüler und Lehrer der Gesamtschule zu einem riesigen Peace-Zeichen auf dem Sportplatz aufgestellt – das weltweite Zeichen für den Frieden ist fotografisch festgehalten worden. Foto: Gesamtschule Hüllhorst

Organisiert wurde die Aktion von der Schülervertretung der Gesamtschule Hüllhorst. Schülersprecherin Alina Kirchhoff dazu: „Uns war es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler freiwillig an der Aktion teilnehmen konnten, weshalb wir sie auch außerhalb des regulären Unterrichts durchgeführt haben.“

Einen reibungslosen Ablauf garantierten die übrigen Mitglieder der Schülervertretung, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit gelben und blauen Zetteln in den Farben der ukrainischen Flagge ausstatteten und sie in dem vorher abgesteckten Friedenszeichen auf dem Sportplatz aufstellten.

Für die Aufnahmen sorgten Tilke Quellhorst und Marek Wohlfarth von der Filmhütte Hüllhorst. „Das sind schon beeindruckende Bilder“, sagte Eren Karayol, „vor allem, wenn man bedenkt, dass viele Schülerinnen und Schüler nicht teilnehmen konnten, da sie mit dem Bus nach Hause mussten. Einige sind aber trotzdem geblieben und haben sich von den Eltern abholen lassen, weil es ihnen einfach wichtig war, dabei zu sein und so ihre Meinung zum Ausdruck bringen zu können.“

Im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler viele Gedanken gemacht, wie sie ihre Solidarität bekunden und ihren Wunsch nach Frieden und Menschlichkeit nach außen zeigen könnten. Natürlich gab es auch Überlegungen hinsichtlich einer Demonstration oder einer Mahnwache. „Uns war die Aktion aber so wichtig, dass wir auf keinen Fall wollten, dass es anschließend heißt, dass einige Schülerinnen und Schüler nur mitgemacht haben, damit ihr Unterricht entfällt. Deswegen haben wir uns für diese Form des stillen Protests entschieden“, erzählt der stellvertretende Schülersprecher Kelvin Kirchhoff aus dem elften Jahrgang.

Abgeschlossen wurde die vergangene Woche an der Gesamtschule Hüllhorst mit einer Schweigeminute, in der die Schulgemeinschaft aller bisherigen Opfer dieses Krieges in der Ukraine gedenken wollte.

Über die aktuelle Entwicklung durch den russischen Angriff auf die Ukraine halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

Startseite
ANZEIGE