1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Huellhorst
  6. >
  7. Von Ärztehaus bis Zebrastreifen

  8. >

Ortsteiltreffen in Hüllhorst mit zahlreichen Themen

Von Ärztehaus bis Zebrastreifen

Hüllhorst (WB/ko). Als es beim Ortsteiltreffen in Hüllhorst nach einer Stunde keine Fragen mehr gab, war Bürgermeister Bernd Rührup zufrieden. „Das zeigt uns das, dass viel gut läuft“, sagte Rührup. Bevor er jedoch die Zusammenkunft beendete, richtete er noch einen Appell an die Hüllhorster: „Ich möchte für die Mitarbeit im Seniorenbeirat werben.“

Ortsvorsteher Jürgen Wiemann und Bürgermeister Bernd Rührup (von rechts) stellen sich beim Ortsteiltreffen den Fragen. Foto: Kokemoor

Der Kreis in diesem Gremium sei sehr überschaubar. In diesem Arbeitskreis soll der älteren Generation die Möglichkeit gegeben werden, sich aktiv an der Kommunalpolitik zu beteiligen. Der Seniorenbeirat soll als Partner für Rat und Verwaltung die Belange und Interessen der älteren Menschen in der Gemeinde vertreten, Hinweise, Vorschläge und Anregungen aus der Bevölkerung entgegen nehmen und diese entsprechend weiterleiten.

Vielfältige Themen

Die Feuerwehr in Hüllhorst, das Wohnprojekt Neue Mitte mit Ärztehaus, die Sportanlagen, Fahrradfahrer auf Zebrastreifen, Straßenlaternen, die die Bürger blenden, Unkraut auf Gemeindeflächen – es gab viele Themen an diesem Abend. Anregungen, Fragen und Kritik waren beim Ortsteiltreffen mit Bernd Rührup und Ortsvorsteher Jürgen Wiemann erwünscht. Ursprünglich war diese Versammlung als Freiluftveranstaltung am Sportzentrum geplant. Das Wetter machte der Zusammenkunft unter freiem Himmel jedoch einen Strich durch die Rechnung. Weil die große Sporthalle zurzeit nicht genutzt wird, verteilten sich die etwa 40 Besucher des politischen Dialogs auf der Tribüne mit genügend Sicherheitsabstand.

„Wir haben im vergangenen Jahr eine Menge geschafft. Einiges liegt noch vor uns“, sagte Ortsvorsteher Jürgen Wiemann. Bei den meisten Themen ging es ums Geld. Bürgermeister Rührup machte aber deutlich: „Die Gemeinde hat kein eigenes Geld. Wir haben nur das Geld unserer Steuerzahler.“

Rührup und Wiemann hoben hervor, dass die Löschgruppen Hüllhorst und Holsen zusammenrücken wollen. In Hüllhorst an der Straße Am Ilex hat die Gemeinde ein Grundstück erworben. Dort soll ein gemeinsames Feuerwehrhaus entstehen. „Wir sind noch in der Planungsphase. Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr – vorbehaltlich der politischen Situation – mit dem Bau beginnen können“, berichtete Rührup. „Wir wollen unsere Feuerwehr zukunftsfit machen“, betonte er. Für die weiteren Löschgruppen und Standorte werde noch nach Lösungen gesucht.

„Neue Mitte“

Zuversichtlich blickte Rührup auf das Bauprojekt „Neue Mitte“ im Ortskern von Hüllhorst, durch das neue Wohnprojekte und ein Ärztehaus sowie ein neuer Dorfplatz geschaffen werden sollen. Dafür werden das ehemalige Pfarrhaus sowie ein Wohnhaus abgerissen. Bernd Rührup begrüßte das Vorhaben des Investors, der Volksbank Schnathorst, der mit der Kommune zusammen an diesem Standort eine moderne Struktur mit einem neuen Angebot schaffen möchte. „Die Tinte ist aber noch nicht trocken.“

Ganz und gar nicht trocken war jüngst auch der Hallenboden der Gesamtschulsporthalle. Ein Wasserschaden beschäftigt deshalb derzeit die Fachausschüsse und Verwaltung. „Wie sinnvoll ist ein neuer Hallenboden?“, lautete die entscheidende Frage. Rührup betonte in diesem Zusammenhang, dass auch die Lichtkuppeln im Dach erneuert werden müssten. Die Planungen würden stehen, Geld sei dafür an die Seite gelegt.

Erhobenen Hauptes erinnerte Rührup an das Verkehrskonzept, das die Gemeinde mit Anregungen aus Bürgerbeteiligungen und mit Hilfe von Fördermitteln entlang der Gesamtschule begonnen hat. „Der Busverkehr ist neu strukturiert und hat eine andere Verkehrsführung und neue Busbuchten bekommen. Neue Parkplätze für Autos wurden geschaffen.“ Weitere Pkw-Stellflächen sollen „vorbehaltlich der politischen Entscheidungen“ entstehen. „Ich würde mich freuen, wenn wir das Projekt 2021 zum Abschluss bringen können“, sagte Rührup.

Neuer Hochbehälter

Als eine der großen Aufgaben sieht Rührup die Investition von 3,8 Millionen Euro in einen Hochbehälter, den der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Am Wiehen auf dem Gelände an der Wellenstraße in Bergkirchen für die kommunale Trinkwasserversorgung errichtet. Der 10.000 Kubikmeter Trinkwasser fassende Hochbehälter soll im April 2021 in Betrieb gehen. Des Weiteren plane Hüllhorst Arbeiten an der Kläranlage.

Zum Thema Förderanträge hat Bernd Rührup einige Anfragen der heimischen Sportvereine bekommen. „Die Förderungen zu bekommen, ist nicht so einfach“, erklärte er. Wenn Vereine, wie in zwei konkreten Fällen, beispielsweise ihre Flutlichtanlagen auf LED umstellen wollten und dafür Finanzmittel von außen beziehen wollten, reiche das für ein energetisches Bauvorhaben nicht aus.

Startseite