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13 Hebammenschülerinnen haben im Kreis Minden-Lübbecke erfolgreich die Prüfung abgelegt

In 4600 Stunden eine Menge gelernt

Lübbecke/Minden

Mit ihnen beginnt das Leben: 13 Hebammenschülerinnen der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken (MKK) haben erfolgreich ihr Examen abgeschlossen. Ihre dreijährige Ausbildung stand im Zeichen der Pandemie. Eine Zeit, die jede von ihnen geprägt hat.

Sie wagen den großen Sprung in den Beruf: Die Hebammen der Akademie für Gesundheitsberufe Foto: Norbert Benecke

Dennoch starten Jantien Kemner, Franziska Brinkmann, Lara Brockmann, Janina Koch, Jessica Pollmeier, Carlotta Dunker, Jeanette Bieber, Daniela Lenger, Lovis Birkefeld, Maria Becker, Henriette Crämer, Tuba Özarac und Nina Dettmer nun voller Elan ins Berufsleben.

„Es waren wirklich keine einfachen Ausbildungsjahre für die Hebammenschülerinnen. Als sie ihre Ausbildung angefangen haben, wussten wir alle noch nichts über das neue Virus“, sagt Martina Höfel, Leiterin der Hebammenschule. Doch nach drei Jahren Pandemie haben alle viel gelernt. Die Maske gehört mittlerweile ganz selbstverständlich zur Berufsbekleidung. „Was aber trotz Corona nie in den Hintergrund gerückt ist: Für die Hebammenschülerinnen ist der enge und einfühlsame Umgang mit den Familien, die ein Kind erwarten, sehr wichtig“, erzählt Martina Höfel.

In mehr als 4600 Stunden theoretischer und praktischer Ausbildung haben die Hebammenschülerinnen alles gelernt, was sie für ihren Berufsalltag brauchen. Auf sie wartet ein abwechslungsreicher und vielseitiger Beruf: werdende Eltern beraten, die Geburt mit den Schwangeren vorbereiten, die Begleitung während der Geburt und die Wochenbettbetreuung.

Hinter den examinierten Hebammen liegt eine dreijährige Ausbildung, die sie in unterschiedlichen Bereichen absolviert haben. In der Akademie für Gesundheitsberufe haben sie die theoretischen Grundlagen des Berufs erlernt. Im Praxiseinsatz in den Kreißsälen des Universitätsklinikums Minden, des Krankenhauses Bad Oeynhausen und des Krankenhauses Lübbecke haben sie Frauen während der Schwangerschaft, der Geburt und dem Wochenbett betreut und unter der Praxisanleitung erfahrener Hebammen das Handwerkszeug erlernt.

Es ist der vorletzte Hebammen-Ausbildungslehrgang an der Akademie für Gesundheitsberufe. Im Frühjahr 2023 endet noch ein weiterer Ausbildungsgang. Damit endet die Tradition der fachschulischen Ausbildung in der Hebammenschule, da die frühere Ausbildung bundesweit akademisiert wurde.

Minden bleibt aber ein wichtiger Standort, um den Beruf der Hebamme auch künftig zu lernen. In Kooperation des Praxiszentrums für angewandte Hebammenwissenschaft (PZHW) der Akademie für Gesundheitsberufe und der Fachhochschule Bielefeld stehen in Minden seit 2021 jährlich 20 Studienplätze für den Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft zur Verfügung. Der neue Studiengang ist sehr beliebt: für das kommende Wintersemester 2022/2023 gab es auf die 20 zur Verfügung stehenden Studienplätze mehr als 200 Bewerbungen.

Weitere Informationen zum Studien-, Aus- und Weiterbildungsangebot der Akademie für Gesundheitsberufe finden Interessierte auf der Internetseite der Mühlenkreiskliniken unter www.muehlenkreiskliniken.de/akademie.

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