1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Kreis Minden-Lübbecke
  6. >
  7. Kreis Minden-Lübbecke: Fördermittel für Klimaschutz  stark nachgefragt

  8. >

Noch Kapazitäten im Bereich der Dach- und Fassadenbegrünung

Kreis Minden-Lübbecke: Fördermittel für Klimaschutz  stark nachgefragt

Minden/Lübbecke

Klimaschutz und die Frage, wie wir uns im Kreis Minden-Lübbecke an die Folgen des Klimawandels wie Hitze und Starkregen anpassen können, sind zentrale Bausteine von zwei neuen Förderprogrammen des Kreises Minden-Lübbecke.

So eine grüne Fassade sieht nicht nur schön aus, so kann man auch Energie sparen. Foto: Uwe Anspach

Insbesondere das Programm „Mühlenkreis zukunftsfit“, das Maßnahmen zum Klimaschutz fördert, ist sehr gut angelaufen. Über die Hälfte des Budgets von fast 300.000 Euro ist inzwischen reserviert. Insgesamt gingen seit Anfang Dezember mehr als 320 Anträge ein. „Wir freuen uns sehr über die hohe Nachfrage und die positiven Rückmeldungen“, berichtet Pia Driftmann aus dem Klimaschutzteam der Kreisverwaltung, „nur im Bereich der Dach- und Fassadenbegrünung und bei den Förderbausteinen aus dem Bereich Mobilität wünschen wir uns noch etwas mehr Resonanz.“

Im Bereich Mobilität fördert der Kreis Lastenräder, Fahrradkinderanhänger und elektrische Zwei- und Dreiräder. Bei den elektrischen Zwei- und Dreirädern haben auch Unternehmen die Möglichkeit Anträge zu stellen (zum Beispiel als Lieferfahrzeuge), während bei den Lastenrädern und Fahrradkinderanhängern der Fokus auf Familien und klimafreundlicher Alltagsmobilität liegt.

Zuschusses für klimafreundliche Heizungsanlage

Der Großteil der bisher eingereichten Förderanträge (über 240 Anträge) dreht sich um die Anschaffung eines Stecker-Solar-Gerätes, gefolgt vom Kauf eines PV-Batteriespeichers für bereits bestehende Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit eines Zuschusses für eine klimafreundliche Heizungsanlage.

Im Frühjahr und Sommer erwartet das Klimaschutzteam auch eine deutlich steigende Nachfrage im zweiten Förderprogramm „Klimaresilienz und Biodiversität“. Hier geht es um Dachbegrünung und Fassadenbegrünung an Gebäuden sowie um die Entsiegelung von Flächen im Außenbereich. Eine Begrünung von Dächern und Fassaden sorgt für weniger Hitze durch Verdunstungskühlung und Schatten. Dachbegrünungen können außerdem Niederschlag auffangen. Das dient in Zeiten zunehmender Starkregen dem Schutz des Gebäudes. Gleichzeitig unterstützen die Begrünungen die Biodiversität.

Festgesetzte Pflanzliste

Das Programm ist darum auch in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde entstanden. Antragsberechtigt sind Eigentümer privat und gewerblich genutzter Gebäude und Flächen sowie gemeinnützige Vereine im Kreisgebiet. Für die Dachbegrünung stellt der Kreis eine Handreichung zu geeigneten Pflanzen auf der Homepage bereit. Um Lebensräume zu schaffen und die heimische Flora und Fauna bestmöglich zu unterstützen, gibt es für die Fassadenbegrünung eine festgesetzte Pflanzliste. Darunter sind unter anderem die Kletterrose, die Wilde Weinrebe oder Spalierobst.

Für die Programme hat die Kreisverwaltung eine eigene Beratungshotline eingerichtet. Diese ist erreichbar unter 0571/80726801 montags von 11 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Alternativ können Fragen zu den Förderprogrammen an [email protected] gesendet werden.

Alle Informationen, die Förderrichtlinien und die Online-Anträge können auf der Klimaschutzseite des Kreises unter Projekte (Klimaschutz und Energie) abgerufen werden.

Startseite
ANZEIGE