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Anlaufstelle in Hille soll zum 31. Januar geschlossen werden – zweite Alternative am Standort Minden

Kreis plant Impfzentrum für Lübbecke

Lübbecke

Bis zum 31. Januar soll im Impfzentrum in Hille noch geimpft werden. Nach jetzigem Planungsstand setzt die Kreisverwaltung vom 1. Februar an auf zwei kleinere Impfzentren.

Das Impfzentrum in Hille zu Zeiten des vollen Betriebs: Für den weiteren Verlauf des Jahres sucht der Kreis nach zwei Nachfolge-Immobilien in Lübbecke und Minden. Foto: Friederike Niemeyer

Wie im Gesundheitsausschuss des Kreises deutlich wurde, präferiert der Kreis jeweils einen Standort in Lübbecke sowie in Minden.

„Wir sind gewillt, zwei feste Standorte im Mühlenkreis zu etablieren“, sagte Hans-Joerg Deichholz, Leiter des Dezernats II beim Kreis Minden-Lübbecke, in der jüngsten Sitzung des Gesundheitsausschusses des Kreises. Hintergrund ist, dass die Bundesregierung Kreis-Impfzentren auf jeden Fall bis Ende dieses Jahres geöffnet sehen will. Derzeit befinde man sich an beiden Standorten in Vertragsverhandlungen, führte Deichholz aus. Unter anderem müssen beim Lübbecker Standort noch Fragen der Nutzungsänderung geklärt werden, da sich das Gebäude zuvor zu lange im Leerstand befand.

Offenbar scheint es sich bei dieser ins Auge gefassten Immobilie nicht um ein städtisches Gebäude zu handeln. Denn auf Nachfrage sagte Bürgermeister Frank Haberbosch: „Das höre ich zum ersten Mal.“ Er berichtete, dass sich der Krisenstab des Kreises bei der ersten Suche nach einem Impfzentrum auch die Lübbecker Stadthalle angesehen habe, dann aber die Sporthalle in Hille ausgewählt habe. Ein dauerhaftes Impfangebot in der Stadthalle sei auch schwierig wegen des Veranstaltungsbetriebs, sagte Haberbosch. Er bot aber seine Unterstützung bei der Suche an. In jedem Fall müsse die verkehrliche Anbindung passen. Derzeit gibt es Impfangebote in Lübbecke in der Kreissporthalle (vom Kreis) und in der Pestalozzischule (vom DRK) sowie natürlich in den Arztpraxen.

Auch im Kreisgesundheitsausschuss hob der Dezernent die Bedeutung der Erreichbarkeit hervor: „Wichtig bei der Standortwahl ist, dass die Standorte sowohl mit dem Auto als auch mit den Öffentlichen Nahverkehrsmitteln schnell und einfach zu erreichen sind“, sagte Hans-Joerg Deichholz. Zudem achte man darauf, dass der Zugang auch für Menschen mit Behinderungen möglich sei.

In Minden habe der Kreis extra einen Bauantrag gestellt, für den zweiten Standort eines Impfzentrums. „Wir hoffen, dass die Stadt Minden den Antrag schnell bearbeitet“, sagte Deichholz. Denn Ziel sei ganz klar, „beide Impfzentren am 1. Februar zu öffnen.“

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