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114 Abiturienten des Wittekind-Gymnasiums erhalten ihre Zeugnisse in der Stadthalle

Abschied mit Applaus

Lübbecke (WB/wk). Das Wittekind-Gymnasium hat am Mittwochabend 114 Abiturienten verabschiedet. Zum Festakt mit Zeugnisübergabe und zahlreichen Auszeichnungen waren unter anderem Bürgermeister Frank Haberbosch, die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann und der ehemalige Schulleiter Friedhelm Sauerländer erschienen.

Schulleiter Dr. Eberhard Hagemeier hat 114 Abitur-Zeugnisse überreicht, hier an den Deutsch-Leistungskurs. Im Hintergrund verteilt Stufenleiterin Denise Pallerberg gelbe Rosen. Foto:

Für die Entlassfeier hatte das Gymnasium erstmals die Stadthalle gewählt – aus Kapazitäts- und Sicherheitsgründen, wie Schulleiter Dr. Eberhard Hagemeier in seiner Ansprache erklärte. Tatsächlich war die Stadthalle mit mehr als 500 Menschen gefüllt, so dass es im Pädagogischen Zentrum (PZ) des Gymnasiums sehr, beziehungsweise zu eng geworden wäre.

Schulleiter fordert soziales Engagement

In seiner Rede an die Abiturienten griff Eberhard Hagemeier die Ergebnisse einer Studie auf, nach der Jugendliche wenig Interesse an Politik zeigten und stattdessen eigene Bedürfnisse priorisieren. Der Schulleiter mahnte: »Wir haben Sie nicht dafür ausgebildet, dass Sie Ihr Reifezeugnis ausschließlich als Berechtigungskarte zur Erreichung eines größtmöglichen persönlichen Glücks ansehen.« Gerade jetzt, in einer Welt des Umbruchs, sei Engagement und Einsatz für Toleranz, Freiheit und soziale Werte gefragt. Die Schulabgänger sollten so Hagemeier nicht in eine »mein Haus, mein Garten, mein Boot-Mentalität« verfallen und über Politiker schimpfen, sondern sich überlegen, welchen Beitrag sie für die Gesellschaft leisteten und wie sie ihrer sozialen Verantwortung gerecht würden. »Nehmen Sie diese Verantwortung an, führen Sie ein Leben in Verantwortung!«

»Die Welt ist größer als Lübbecke«

Bürgermeister Frank Haberbosch sagte jenen Abiturienten, die Lübbecke verlassen, dass es gut und richtig sei, andere Städte und Länder kennenzulernen: »Die Welt ist größer als Lübbecke.« Der Bürgermeister betonte aber auch, dass es ihn freuen würde, wenn eines Tages einige in die Heimat zurückkehrten: »Unsere Stadt braucht die klügsten Köpfe.«

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