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Partei stellt ihr Programm für die Lübbecker Kommunalwahl vor

CDU setzt auf Bürgernähe

Lübbecke (WB/ria). Bürgernähe ist der erste und somit wichtigste Punkt im Programm der CDU Lübbecke. Stadtverbandsvorsitzender Matthias Werneburg hat es jetzt gemeinsam mit vier der 19 Kandidaten für die bevorstehende Wahl am 13. September vorgestellt.

Klaus Bernotat (von links), Fred Grundmann, Sabine Spönemann, Florian Bornemann und Matthias Werneburg haben das Programm der CDU zur Kommunalwahl am 13. September vorgestellt. Bei den Christdemokraten steht Bürgernähe an erster Stelle. Foto: Ria Stübing

Klaus Bernotat (Obermehnen), Florian Bornemann (Lübbecke 2), Sabine Spönemann (Lübbecke 4) und Fred Grundmann (Stockhausen) waren beim Pressetermin mit von der Partie. „Wir wollen den Bürger mehr mit ins Boot holen“, betonte Werneburg, der selbst nicht mehr für den Rat kandidiert. Interessierte Bürger frühzeitig in Planungen mit einbeziehen und sie mit ihrem Engagement bei prägenden Projekten aktiv werden zu lassen, ist der Plan der CDU, wenn sie die Mehrheit erlangen sollte.

Mit Hinblick auf einige Projekte der jüngeren Vergangenheit, beispielsweise das Westertorprojekt, sei die Meinung der Bürger in Lübbecke während der jüngsten Legislaturperiode nicht ernst genug genommen werden. Ebenfalls von großer Relevanz sei die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung. „In Hinblick auf die Altersstruktur der in Lübbecke niedergelassenen Ärzte ist hier in den nächsten Jahren ein Mangel zu erwarten“, zeigte Klaus Bernotat eines der Probleme auf, die in Nachbarkommunen bereits durch die Realisierung von Gemeinschaftspraxen oder Ärztehäusern angegangen würden. Man wolle Lübbecke für ärztliche Nachwuchskräfte attraktiv gestalten und die Versorgung der Ortsteile durch Mobilitätsangebote sicherstellen. Auch das Angebot des Krankenhauses hat die CDU im Blick, sie möchte es gern vollumfänglich beibehalten und ausbauen.

Erfolgreiche Wirtschaftsförderung liegt der Partei am Herzen. „Sie amortisiert sich durch Beschäftigungszuwachs, Steuermehreinnahmen und Attraktivitätsgewinn des Standortes“, wird dieser Punkt in der aktuellen Broschüre zur Kommunalwahl zusammengefasst. Bessere Ausstattung der Schulen sei wichtig, um die Bildung zu fördern. „Die Digitalisierung muss vorangetrieben werden und Lehrkräfte müssen die entsprechende Qualifizierung erwerben, um mit dem Medium umgehen zu können“, erläuterte Fred Grundmann die Ziele der CDU.

In Sachen Klimaschutz plädieren die Christdemokraten für die Einstellung eines Klimamanagers, dessen Gehalt mit Zuschüssen vom Land gefördert werden soll. Ebenfalls gefördert werden könnten Photovoltaikanlagen auf den großflächigen Dächern von öffentlichen Gebäuden, was dem Erreichen der Klimaziele für Lübbecke zu Gute käme.

Weiterhin werde man sich um ein regionales Kommissariat der Kripo in Lübbecke bemühen, seien doch die Räumlichkeiten nach wie vor vorhanden. Bei der Bearbeitung der örtlichen Kriminalität sei die ortsnahe Präsenz der Kriminalbeamten von großer Wichtigkeit. Im zweiten Schritt wolle man sich für eine rund um die Uhr besetzte Polizeiwache einsetzen, da dies das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger deutlich steigere.

Sabine Spönemann wies darauf hin, wie wichtig es sei, dass Wohnraum in Lübbecke bezahlbar bleibt. Ein Baulückenkataster soll die Suche nach Bauland erleichtern, außerdem müsse ein Mitspiegel erstellt werden.

„Wir sind konsequent gegen die Schließung weiterer Grundschulen“, unterstreicht Florian Bornemann das Anliegen der Partei, Lübbecke als familienfreundliche Stadt weiterzuentwickeln.

Schließlich sind der CDU auch noch die Anbindung der Ortsteile und die Stadtentwicklung wichtig. „Unser Eindruck ist, dass Lübbecke im Vergleich zu Espelkamp und Rahden ins Hintertreffen gerät, was die Attraktivität betrifft“, befürchtet Matthias Werneburg. „Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Lübbecke durch die Ansiedlung neuer Angebote wie Kino, Diskothek oder Bouleplatz im Wettbewerb anderen gegenüber aufschließt“, erklärte er die Pläne seiner Partei. Letzter Punkt im Programm ist die Ausweitung des touristischen Angebotes, das beispielsweise neue Stellplätze für Wohnmobile an attraktiverer Stelle und eine bessere Vermarktung der touristischen Angebote umgesetzt vorsieht.

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