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Nach langem Warten: 100 Flüchtlinge beziehen am Dienstagabend die Jahn-Realschule

Die Ankunft in Lübbecke

Lübbecke (WB). Seit Samstag haben Helfer, Dolmetscher und Sicherheitsdienst auf die Ankunft von Flüchtlingen in der eilig umgestalteten Jahn-Realschule gewartet – bis gestern. Am späten Nachmittag trafen zwei Busse  mit  jeweils 50 Flüchtlingen an der Jahnstraße ein. Sie waren aus der  Aufnahmestelle in Bielefeld angereist. In den Klassenräumen stehen 179 Feldbetten zur Verfügung.

Kai Wessel und Christian Busse

Die Flüchtlinge sind eingetroffen: Gestern Nachmittag haben zwei Busse etwa 100 Menschen in die Jahn-Realschule gebracht. Zuvor hatten die Helfer drei Tage lang auf ihre Ankunft gewartet. Die Polizei sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Foto: Christian Busse

Dieser Umstand führte am Freitag zu Überkapazitäten. Einige  der bereitstehenden Busse blieben ungenutzt. Direkte Folge der geringeren Zahl von  Flüchtlingen  war, dass bis gestern Nachmittag keine Flüchtlinge  nach Lübbecke gelangten. Die Jahn-Realschule blieb somit am Wochenende und auch am Montag  leer.

Genaue Vorhersagen schwierig

Weitere Busse sollten nach Informationen dieser Zeitung am Dienstag nicht mehr eintreffen. In den vergangenen Wochen waren  laut Bezirksregierung Arnsberg jeweils zwischen 14.000 und 16.000 Flüchtlinge unterzubringen. Genaue Vorhersagen, wie viele Flüchtlinge wann und wo landen, seien schwierig.  Dennoch müsse in jedem Fall  sichergestellt sein,  dass  jeder Flüchtling ein Bett erhält. Das habe oberste Priorität, so  Behördensprecher Ralf Ciekanowski.  Fälle wie der in Lübbecke, wo die Flüchtlinge später als erwartet eintreffen,  seien  nicht auszuschließen. Die Bewältigung der Situation sei eine riesige Herausforderung.

In der Jahn-Realschule wurde die Wartezeit der vergangenen Tage mit weiteren Vorbereitungen überbrückt.  Gestern wurde noch an den Containern des Logistik-Zentrums am Rande des Schulhofs gearbeitet. Auch in der Waschküche gab es noch viel zu tun. Hier wurden von einem Frotheimer Sanitärbetrieb  fünf Waschmaschinen installiert. An der Cafeteria der Schule wurden  in den vergangenen Tagen Wasservorräte und Schokoladentafeln deponiert.

Zu den ersten Dingen, die die Flüchtlinge gestern in der Schule sahen, gehörten Schilder, die  Kinder aus Blasheim bemalt hatten. Auf ihnen waren  Willkommensgrüße in mehreren Sprachen zu lesen – sogar in Arabisch.

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