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Sanierungsarbeiten an der Lübbecker St.-Andreas-Kirche haben begonnen -- Feuchtigkeitsproblem soll gelöst werden

Die Bagger sind da

Lübbecke

Wer in den vergangenen Tagen an der Lübbecker St.-Andreas-Kirche vorbeigekommen ist, wird die weiträumigen Absperrungen und die Baufahrzeuge längst bemerkt haben. Mit der Tätigkeit der Baumaschinen hat der erste Bauabschnitt der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an und in der Kirche begonnen. Hiermit soll, wie bereits mehrfach berichtet, vor allem das Feuchtigkeits- und Geruchsproblem des Gebäudes beseitigt werden.

Mit dem Eintreffen der Baufahrzeuge haben die Sanierungsarbeiten an der Lübbecker St.-Andreas-Kirche begonnen. Foto: Ina Härtel

Die nun aufgenommenen Außenarbeiten dienen dazu, die von der Bergseite eindringende Feuchtigkeit durch verschiedene Maßnahmen aufzuhalten. Dazu werden die Bagger der Firma Kleffmann aus Hüllhorst zunächst Bereiche im Südwesten des Gotteshauses aufgraben. Zugleich werden auch Archäologen des Landesamtes für Bodendenkmalpflege NRW zugegen sein und gegebenenfalls archäologische Funde sichern. Da sich hier in früheren Zeiten ein Friedhof befunden hat, sind in jedem Fall Knochenfunde zu erwarten, die im Anschluss ordnungsgemäß und würdevoll bestattet werden.

Erst außen, dann innen

Zur Feuchtigkeitsabwehr wird schließlich ein von der Firma Naue aus Fiestel entwickeltes Spezialgewebe in die Baugrube eingebracht. Kirchmeister Eyke Blöbaum rechnet damit, dass die Arbeiten in den nächsten drei Monaten abgeschlossen werden und ergänzt: „Wir sind froh, dass wir vom Bund eine großzügige Finanzspritze erhalten haben. So konnten wir mit der Maßnahme, die ansonsten aus Spenden und Haushaltsmitteln finanziert wird, endlich starten.“

Nach Abschluss der Außenarbeiten wird die Sanierung im Inneren der Kirche fortgesetzt. Neben dem Ausheben und der Erneuerung des Fußbodens, was ebenfalls das Aufsteigen von Feuchtigkeit steuern soll, wird es weitere Veränderungen im Kirchenraum geben. Pfarrer Eberhard Helling freut sich: „Die ohnehin stattfindenden Sanierungsmaßnahmen bieten uns die einmalige Gelegenheit einer zukunftsweisenden Neugestaltung des Kirchenraumes. Nach den Planungen des Architekturbüros Soan aus Bochum soll die romanische Grundstruktur des Gebäudes markiert und die zentrale Botschaft des Raumes hervorgehoben werden.“ Den krönenden Abschluss der Baumaßnahmen soll schließlich der Neubau einer Orgel bilden, die in das historisch wertvolle Prospekt eingebaut und insgesamt erweitert werden soll.

Besucher sind willkommen

Letzteres ist sicher noch Zukunftsmusik. Ein Besuch des Wahrzeichens der Stadt Lübbecke lohnt sich aber schon jetzt, ob zur Besichtigung der Baumaßnahmen, zum Besuch eines der zahlreichen geplanten Konzerte oder einfach zum sonntäglichen Gottesdienst.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Kirchengemeinde Lübbecke (www.kirchengemeinde-luebbecke.de) oder auf der Seite des Kirch- und Orgelbauvereins (www.orgelbauverein-luebbecke.de).

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