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Standortleitender Oberarzt und Chirurg des Krankenhauses Rahden ist für seine menschliche Fürsorge bekannt

Dr. Viktor Eisinger verlängert Vertrag

Rahden (WB).

Dr. Viktor Eisinger, standortleitender chirurgischer Oberarzt am Krankenhaus Rahden, hat sein 65. Lebensjahr vollendet.

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Diese Treppe im Rahdener Krankenhaus kennen wohl alle Rahdener – und viele auch den bekannten Oberarzt Dr. Viktor Eisinger als ihren Operateur. Foto: MKK

Seit 25 Jahren steht der erfahrene Chirurg in Diensten des Krankenhauses Rahden. Im Juni 2021 wäre sein offizieller Renteneintritt. Die Mühlenkreiskliniken konnten ihn jedoch für eine Verlängerung gewinnen und sind darüber sehr glücklich.

Dr. Eisinger schaut ins Stadtgebiet Rahden. Er ist ein sehr bekannter Chirurg: Viele Patienten aus der Auestadt und dem Mühlenkreis hat schon behandelt und operiert. Foto: MKK

Unzählige ehemalige Patientinnen und Patienten, Bürgerinnen und Bürger in Rahden kennen Dr. Viktor Eisinger, das kommt nicht von ungefähr. In vielen Familien Rahdens hat er gleich mehrere Generationen operiert. Zum Beispiel das Enkelkind an einer Blinddarmentzündung, den Vater am Leistenbruch, die Mutter an der Gallenblase und die Großmutter am Dickdarm. Dr. Eisinger ist aber nicht nur wegen seiner stattlichen Anzahl an durchgeführten Operationen weit über Rahdens Stadtgrenzen hinaus bekannt, auch für sein Können und seine ärztlich-menschliche Fürsorge, die sich in der Region herumgesprochen hat.

„Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgen“, antwortet Dr. Eisinger, wenn man ihn fragt, was ihm bei seiner Arbeit wichtig ist.

Eisinger ist 1955 in Karagangda in Kasachstan geboren, einem Ort mit mehr als 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dort studierte er Medizin und begann dann seine chirurgische Weiterbildung im Jahre 1983 an der dortigen medizinischen Hochschule. Das chirurgische Spektrum war damals noch sehr breit und umfasste auch – durch Schuss- und Stichverletzungen – schwerst verletzte Patientinnen und Patienten, unfallchirurgische Krankheitsbilder und auch die Thorax-Chirurgie. Lange Jahre arbeitete er auf der Intensivstation. 1989 wurde er schließlich zum Oberarzt berufen, und 1991 promovierte Eisinger zum Doktor der Medizin.

Jetzt hieß es quasi wieder bei null anzufangen. Zunächst arbeitete er als Gastarzt in der Unfall-, Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie am Karl-Olga-Krankenhaus in Stuttgart. Seine weiteren Stationen führten ihn über Mecklenburg-Vorpommern nach Rahden, wo er 1996 als Oberarzt für die Allgemein- und Unfallchirurgie eintrat.

Erste Anlaufstelle

Nach Dr. Elmar Axnick und Dr. Uwe Werner steht die allgemeinchirurgische Klinik des Krankenhauses Rahden seit Anfang des Jahres unter der Leitung von Professor Dr. Berthold Gerdes, Direktor der Klinik für Allgemeinchirurgie, Viszeral-, Thorax- und endokrine Chirurgie am Johannes Wesling Klinikum.

Das Krankenhaus Rahden ist und bleibt erste und exzellente Anlaufstelle für häufige chirurgische Notfälle und Erkrankungen, von denen dann auch ein großer Anteil heimat- und zeitnah versorgt werden kann. Durch den Zusammenschluss mit Minden haben die Patientinnen und Patienten beispielsweise aber auch Zugang zur exzellenten Versorgung seltener Tumorerkrankungen. Denn das Universitätsklinikum Minden ist zertifiziertes Zentrum für Bauchspeicheldrüsen-, Magen-, Darm- und Speiseröhrenerkrankungen. Mit kurzen Wegen, direkter Kommunikation und unter Vermeidung strahlenbelastender Doppeldiagnostik können Patientinnen und Patienten dort behandelt, operiert und beispielsweise zur anschließenden Genesung nach Rahden zurückverlegt werden. Täglich sind auch ein Oberarzt oder eine Oberärztin und eine Assistenzärztin oder ein Assistenzarzt des Johannes Wesling Klinikums in Rahden vor Ort. Sie arbeiten im Team mit Dr. Eisinger und sorgen für einen engen Austausch mit dem Mindener Klinikum.

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