1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Luebbecke
  6. >
  7. Drosselrettung mit Drehleiter

  8. >

Lübbecker Feuerwehr rückt zu einem ungewöhnlichen Einsatz aus

Drosselrettung mit Drehleiter

Lübbecke (WB/nokem)

Ein ungewöhnlicher Notruf ist am Samstag um 11.30 Uhr bei der Lübbecker Feuerwehr eingegangen. Es galt, eine Drossel zu retten. Das gelang den Einsatzkräften auch.

wn

Maik Entgelmeier von der Lübbecker Feuerwehr hat es geschafft: Er konnte die Drossel, die sich in einem Baum verfangen hatte, aus ihrer misslichen Lage befreien. Foto: Martin Nobbe

Unweit vom Parkhaus Ost hatte sich der Vogel mit einem Lauf in einem Ast eines Baumes verfangen und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Das Schicksal der Drossel schien zunächst besiegelt. Ohne fremde Hilfe würde der Vogel in luftiger Höhe qualvoll verenden. Immer wieder versuchte der Vogel, sich zu befreien.

Anne Jocksch aus Lübbecke war auf das flatternde Etwas im Baum aufmerksam geworden. Mit einer normalen Leiter, so stellte sie fest, konnte das Tier nicht befreit werden. Das Schicksal der hilflosen Drossel ging der Tierfreundin so nah, dass sie wenig später die Nummer der Feuerwehr in Lübbecke anrief und um Hilfe bat.

Drosselrettung in Lübbecke Foto: Martin Nobbe

Ein Feuerwehrmann nahm zunächst den Baum mit der unglücklichen Drossel in Augenschein und leitete danach sofort die Rettungsmaßnahmen ein. Mit großem Gerät und einer Drehleiter rückten Stadtbrandinspektor Maik Entgelmeier und Brandoberinspektor Hans Jürgen Kniziewski an. Der Wagen mit der Drehleiter wurde erst einmal gesichert. Entgelmeier bestieg dann den Sicherheitskorb und befreite schließlich die Drossel in luftiger Höhe aus ihrer verzweifelten Lage.

Am Boden angekommen wurde der Vogel von Anne Jocksch vorsichtig von weiterem Geäst befreit. In den Fängen des Stadtbrandinspektor fühlte sich die Drossel überhaupt nicht wohl. Immer wieder schnappte sie mit dem Schnabel nach dem Retter. Am Ende zeigte sich: Der Vogel hatte die „Hängepartie“ im Baum einigermaßen gut überstanden und konnte nach einer kurzes Untersuchung durch einen Tierarzt wieder in die Freiheit entlassen werden.

Startseite