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IMA hat jetzt 825 Mitarbeiter – Wachstum bei Robotik und Service

Ein engagierter Arbeitgeber

Lübbecke (WB). Innovation, das funktioniert bei der Lübbecker Firma IMA Klessmann nicht im luftleeren Raum, sondern in enger Bindung an die Kundenaufträge. Das ist sicher eines der Erfolgsrezepte des heimischen Maschinenbauers. Ein zweites: gut ausgebildetes Personal.

Friederike Niemeyer

Die Entwicklung bei IMA ist positiv – in Lübbecke schon an der Bautätigkeit ablesbar. Vertriebsleiter Maximilian Lehner (von links) und IMA-Geschäftsführer Andreas Bischoff mit Gruppen-Geschäftsführer Wolfgang Rohner in der neuen Halle von 2017. Foto: Friederike Niemeyer

Auch 2018 konnte die IMA Schelling Group, zu der der Lübbecker Anlagenbauer für die holzverarbeitende Industrie gehört, den Umsatz steigern. Diesmal um sechs Prozent, nicht mehr wie 2017 um 20 Prozent. Eine neue Produktionshalle für den Bereich Robotik und ein Bürotrakt wurden 2018 bezogen, eine neue Holzschnittanlage (»Combi.cut«) erfolgreich am Markt positioniert und die digitale Systemsteuerung vorangebracht. Doch für die Lübbecker ist es sicher besonders erfreulich, von der steigenden Mitarbeiterzahl zu hören. Von den derzeit 1620 Beschäftigten der IMA Schelling Group weltweit gehören 1050 zur IMA Klessmann. In Lübbecke hat sich der Personalstand um 71 auf 825 erhöht, 68 davon sind Auszubildende.

»Gute Mitarbeiter«

»Wir finden hier im Raum Lübbecke gute Mitarbeiter«, sagte IMA-Geschäftsführer Andreas Bischoff am Mittwoch am Rande der Bilanz-Pressekonferenz. Gerade die Lage im Norden der Maschinenbauregion OWL sei dafür hilfreich, so Bischoff. »Wir haben weniger Konkurrenz in unserem Sektor als etwa im Kreis Gütersloh.« Gesucht wird in den Kernbereichen Robotik, Anlagensteuerung, Service und Montage.

Für den Nachwuchs ist das 1951 gegründete Unternehmen sehr aktiv, veranstaltet den »IMAgination Day« und die Ausbildungsnacht und beteiligt sich an zahlreichen Jobmessen. Darüber hinaus setzt IMA auf Weiterbildung, Gesundheitsangebot oder Führungskräfteseminare, um für sein Personal und neue Fachkräfte attraktiv zu sein. Neues Projekt ist eine Betriebskita, in der der Mitarbeiternachwuchs fast das ganze Jahr über montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr betreut werden kann. Wie berichtet, ist dafür die derzeitige Pestalozzischule der Standort der ersten Wahl.

Trend zur Vollautomatik

Den Trends Robotik und Anlagen für vollautomatische Fertigung gibt IMA in den beiden neuen Produktionshallen von 2017 und 2018 Raum. »Das ist keine Eintagsfliege«, betont Geschäftsführer Andreas Bischoff. Die vollautomatischen Anlagen seien auch für kleinere Unternehmen interessant. »Ausgefeilte Steuerungstechnik wird auch angesichts schwindender personeller Ressourcen immer wichtiger für unsere Kunden«, sagt Bischoff.

»4.0 Industrial Consulting«

Ein weiteres Standbein für IMA in Lübbecke ist neben dem Service rund um Inbetriebnahme, Wartung, Schulung und Ersatzteile auch die Planung. So bietet das Unternehmen unter der Überschrift »4.0 Industrial Consulting« Unterstützung bei der Investitionsplanung an. »Wir sehen hier einen großen Bedarf«, sagt Bischoff. Derzeit seien zwei Fachleute bei IMA dafür abgestellt, Firmen technisch und betriebswirtschaftlich zu beraten, wie eine neue Produktionsstätte aussehen könnte. Gerade auch in Sachen softwaregestützte Entwicklung werde Beratung nachgefragt. Andreas Bischoff: »Es geht uns dabei vor allem darum, frühen Kontakt zu möglichen Kunden herzustellen.«

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