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Festakt mit Familie und 350 Gästen: Privatbrauerei Barre feiert Jubiläum – Sontag Brauereifest für Familien

Ein Prosit auf 175 Jahre

Lübbecke (WB/fn). Die Brauerei Barre feiert an diesem Wochenende ihr 175-jähriges Jubiläum. An diesem Sonntag ist ein Familientag auf dem Brauereigelände an der B 239 in Lübbecke. Beim Festakt am Samstag haben 350 Gäste zum Ehrentag gratuliert.

Ein Prosit auf 175 Jahre: Nach dem Fassanstich stoßen zünftig an (von links) Gambrinus, Thomas Holle, Christoph Barre, Bürgermeister Haberbosch, Wolfgang Rosengarten und Dirk Stapper. Foto: Kai Wessel

Vor der Bühne auf dem Brauereigelände standen und saßen Vertreter aus Politik und Wirtschaft der ganzen Region zusammen und wurden von Firmenchef Christoph Barre (51), seiner Frau Beate und den drei Töchtern Clara, Paula und Greta »bei allerbestem Biersommerwetter« begrüßt. Auch Paul Gauselmann war darunter, der am Wochenende zuvor mit 20 000 Gästen und Besuchern gefeiert hatte – »im kleinen intimen Kreis«, wie Barre scherzte.

Landrat würdigt Bier und Brauerei

Bürgermeister Frank Haberbosch hob als Erfolgsfaktoren hervor, dass ein Unternehmen nicht nur handwerklich und kaufmännisch gut arbeiten müsse. »Einer der wichtigsten Garanten ist die gelebte Verbundenheit dieser Brauerei mit der Stadt und der Region sowie der Umgang mit den Mitarbeitern.« Dazu komme ein Bier, »dass auf der ganzen Welt keinen Vergleich zu scheuen braucht«. Landrat Ralf Niermann nannte Barre »eines der prägendsten Unternehmen des Kreises«. In Deutschland gebe es so viele Brauereien, dass man rechnerisch 15 Jahre lang jeden Tag ein anderes Bier trinken könnte. »Aber wozu denn?«, fragte Niermann augenzwinkernd.

IHK-Präsident überreicht Ehrenurkunde

Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Arbeitgeber, würdigte es als große Ausnahme und Leistung, dass eine Firma 175 Jahre alt wird, lobte Barres Prinzip der »Veränderung in Tradition«. IHK-Präsident Wolf Dieter Meier-Scheuven überreichte Christoph Barre eine Ehrenurkunde. »Das ist schon ein außergewöhnliches Jubiläum.« Und er machte schmunzelnd Mut für die Zukunft: »Digitalisierung müsste für Brauereien sehr gut sein: Denken sie nur an das autonome Fahren.« Auch die Dehoga-Präsidenten NRW und OWL, Bernd Niemeier und Andreas Büscher, gratulierten und hatten eine Urkunde zum Jubiläum im Gepäck.

Christoph Barre dankt Mitarbeitern

In seiner Ansprache erinnerte Christoph Barre an viele Stationen der Unternehmensgeschichte. Unter dem Applaus der Gäste dankte er auch den Mitarbeitern. Es sei immer Ziel gewesen, »unsere Lebensart und Menschlichkeit zu erhalten«. »Barre ist für viele mehr als ein Bier, es ist auch Identität«, sagte der 51-Jährige. »Darauf sind wir unheimlich stolz. Wir sagen Danke für die Unterstützung der ganzen Region.« Und mit dem Gruß der Brauer »Gott gebe Glück und Segen drein« bat er Bürgermeister Frank Haberbosch und »Gambrinus« zum Fassbieranstich.

Anfahrt zum Fest

Wer das Brauereifest an diesem Sonntag (11 bis 18 Uhr, Eintritt frei) mit dem Auto besucht, kann den Parkplatz an der Kreissporthalle (Kreuzung B 239/B 65) nutzen. Von hier aus fahren Shuttle-Busse zum Brauereigelände.

Mehr zum Fest lesen Sie in der Montagsaufgabe des WESTFALEN-BLATTES, Lokalteil Lübbecke.

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