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Gottesdienst zu 20 Jahren Ambulanter Hospizdienst und Hospiz veritas in Lübbecke

Fester Platz in der Region

Lübbecke

Bereits vor mehr als 20 Jahren haben sich Menschen aus der Region für eine bessere Versorgung für Sterbende und für ein stationäres Hospiz engagiert. Ihnen war es ein Anliegen, dass Sterbende und ihre Angehörigen gut begleitet werden und sie würdevoll und selbstbestimmt ihre letzte Lebenszeit gestalten können.

Gestalten den ökumenischen Jubiläumsgottesdienst (von links): Pfarrer Karl-Heinz Graute, Pfarrerinnen Sabine Heinrich und Britta Mailänder, Christian Freitag vom Hospiz veritas, Ortrud Schwenker-Stehen vom Ambulanten Hospizdienst. Foto: Hospiz veritas

Es fand ein erster Befähigungs- und Ermutigungskurs statt, in dem sich Bürgerinnen und Bürger für die ehrenamtliche Begleitung sterbender Menschen qualifizieren ließen. Anfang 2002 nahm der ambulante Hospizdienst in Lübbecke seine Arbeit auf und im Juli desselben Jahres konnte der erste Hospizgast in das stationäre Hospiz veritas an der Bahnhofstraße in Lübbecke einziehen.

Seither haben sowohl der ambulante Hospizdienst als auch das stationäre Hospiz, beide in Trägerschaft der Pari-Sozial Minden-Lübbecke/Herford, ihren festen Platz in der Region.

Christian Freitag

„Wir sind sehr dankbar, dass die ambulante und stationäre Hospizarbeit über all die Jahre gewollt, gefördert und genutzt wird“, resümiert Detlef Siebeking als zuständiger Bereichsleiter der Pari-Sozial. Viele Menschen habe man in den 20 Jahren kennengelernt, bereits Verstorbene und ihre Angehörigen, haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende, Netzwerkpartner sowie Freunde und Förderer. „Nun möchten wir im Rahmen eines Gottesdienstes innehalten und Danke sagen,“ fasst Christian Freitag, Pflegedienstleiter im Hospiz veritas, Idee und Motivation zusammen. Alle, die der Hospizarbeit nahestehen, sind herzlich eingeladen, am Samstag, 19. März, um 16 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in der St.-Andreas-Kirche in Lübbecke zu feiern. „Vom Leben singen, soll die Überschrift des Gottesdienstes sein“, verrät Britta Mailänder, die im Hospiz als Seelsorgerin arbeitet und den Gottesdienst mit vorbereitet.

Eigene Lebensmelodie

Jede Biografie habe ihre eigene Lebensmelodie, mal mehr in Dur, mal mehr in Moll. Am Lebensende sei es wichtig, dem gelebten Leben des Sterbenden Anerkennung zu zollen und es respektvoll wertzuschätzen. So könne der Betroffene selbstbestimmt und würdevoll seinen Weg zu Ende gehen. Nach dem Gottesdienst laden die Veranstalter zum Austausch zu einem Steh-Café in das Gemeindehaus ein. „Wir würden uns freuen, wenn recht viele Menschen diesen Festgottesdienst mit uns feiern würden“, unterstreicht Ortrud Schwenker-Steen die Hoffnungen des ambulanten Hospizdienstes. Hospiz, das bedeute vor allem mitmenschliche Begegnungen. Und danach sehne man sich doch nach der langen Zeit der Distanz sehr.

Der Gottesdienst findet unter den am Termin gültigen Auflagen statt und es bedarf keiner Anmeldung.

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