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Freundeskreis hat Lübbecker Krankenhaus mit Sachspenden für 36.000 Euro unterstützt

Geschäftsführerin: »Geriatrie ist bewilligt«

Lübbecke (WB/fn). Bei den meisten Vereinen ist der Bericht des Schatzmeisters ein Punkt unter ferner liefen. Wenn beim 607 Mitglieder starken Freundeskreis Krankenhaus Lübbecke hingegen das Kassenbuch geöffnet wird, ist das ein zentraler Punkt der Jahreshauptversammlung. Denn eine gefüllte Schatulle bedeutet wieder viel Spielraum für neue Anschaffungen für das Krankenhaus.

Der Vorstand des Freundeskreises Krankenhaus Lübbecke: (von links) Susanne Sassenberg, Elke Weymann, Ute Büsching, Michael Hafner, Dorothea Hasse, Karin von Behren-Rolfs, Torsten Griese, Ingeborg Renz und Dr. Axel Gärtner. Foto: Friederike Niemeyer

Und so gab es viel Applaus von den zahlreichen Mitgliedern, die zur Versammlung in den Sozialraum des Krankenhauses gekommen waren, als Schatzmeisterin Ute Büsching vortrug, dass 2018 mehr als 36.000 Euro ausgegeben werden konnten und dennoch noch mehr als 11.000 Euro in der Kasse sind. Freundeskreis-Vorsitzende Ingeborg Renz berichtete, dass aus vereinseigenen Mitteln sowie einer Spende des Lions-Clubs über 2500 Euro und einer Einzelspende über 500 Euro so wichtige Ausstattungsverbesserungen finanziert werden konnten wie Sturzmatten, Matratzen gegen das Wundliegen, Fernseher auf der Intensivstation, rollbare Patientenschränke, ein Niederflurbett, Bücher in Großdruck und Baby-Schlafsäcke.

»Sehr gute Entwicklung«

Ingeborg Renz begrüßte, dass Vorstand und Betriebsleitung das umstrittene Medizinkonzept zurückgezogen haben. Dr. Christine Fuchs, Geschäftsführerin des Krankenhauses Lübbecke-Rahden, sprach von einer sehr guten Entwicklung mit 18.000 stationären und 31.500 ambulanten Patienten 2018 in Lübbecke. Der Leitsatz des Vorstandes – Evolution statt Revolution – würde auch bei allen Veränderungen hier beherzt, sagte Fuchs. »Alle Fachabteilungen bleiben erhalten und werden möglichst ausgebaut.«

Die Geschäftsführerin berichtete von den Investitionen 2018 (Intensivstation, Kreißsaal) und Projekten des aktuellen Jahres. Neben dem Umbau der Notaufnahme sind vor allem der Aufbau einer weiteren psychosomatischen Abteilung und eines Kontinenzzentrums zu nennen. »Erfreulicherweise haben wir bereits mündlich den Zuschlag für die Etablierung einer Geriatrie bekommen«, nannte Christine Fuchs eine positive Auswirkung des NRW-Krankenhausplans. Als nächster Schritt müsse dazu ein Chefarzt gefunden werden – angesichts des allgemeinen Trends zur Geriatrie kein leichtes Unterfangen. Das Thema »Der ältere Mensch im Krankenhaus« solle aber alle Fachabteilungen in Lübbecke beschäftigen.

Thema Parkplatz

Im Gespräch mit den Freundeskreis-Mitgliedern bestätigte die Geschäftsführerin, dass es ein Gutachten über die Sanierung der baulichen Grundsubstanz des Krankenhauses gebe. Michael Hafner rief dazu auf, diese Investitionen mit einem prognostizierten Volumen von 22 Millionen Euro bald anzugehen und sich auch um das Thema Parkraumnot zu kümmern. Er regte an, 1000 Quadratmeter für eine Erweiterung anzukaufen und auf teure und langwierige Parkhaus-Konzepte zu verzichten. Dafür gab es Beifall.

Vorstand gewählt

Turnusgemäß ist auch der Vorstand gewählt worden. Schriftführerin Susanne Sassenberg stellte sich nach 20 Jahren Vorstandsarbeit nicht zur Wiederwahl. Uschi Kühn wurde zur neuen Schriftführerin gewählt. Ihren Posten als Beisitzer übernimmt nun Michael Hafner. Wiedergewählt wurden Ingeborg Renz als Vorsitzende, Karin von Behren-Rolfs und Dr. Axel Gärtner als Stellvertreter, Schatzmeisterin Ute Büsching, die Beisitzer Elke Weymann und Renate Golcher sowie als Kassenprüfer Dorothea Hasse und Torsten Griese.

In der Sitzung stellten auch die Demenzbeauftragte Anita Bohn und die Patientenlotsin Reinhild Eikenhorst ihre Arbeit vor.

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