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Zwei Nettelstedter starten Internetplattform für junge Kreative und deren Projekte

Idee kam am WG-Tisch

Lübbecke (WB). Wer durch die Lübbecker Innenstadt geht, kann über sie stolpern: pink-schwarze Aufkleber mit der Aufschrift »kaffeeundkippen.de«. Doch was genau steckt dahinter?

Fynn Flömer

Noah Hildebrandt (links) und Lukas Bleckmann bieten jungen Kreativen eine Plattform im Internet. Foto:

Hinter dem Ganzen stecken Lukas Bleckmann (20) aus Blasheim und Noah Hildebrandt (19) aus Nettelstedt. Beide haben 2017 am Söderblom-Gymnasium Espelkamp ihr Abitur gemacht und werden zum Wintersemester damit beginnen, BWL zu studieren. Die beiden gründeten die Website »kaffeeundkippen.de«, um jungen Kreativen eine Plattform zu bieten und haben sich damit etabliert.

»Es hat damals damit angefangen, dass wir einfach Lust hatten, uns unsere Gefühle von der Seele zu schreiben. Das hatte mit dem heutigen kaffeeundkippen.de noch nichts zu tun«, sagt Lukas Bleckmann über den Beginn der Website.

Gleich mehrere Schreiber arbeiten an der Internetseite mit

Heute besteht das Kaffee-und-Kippen-Team aus zehn Schreibern, hauptsächlich Studenten. »Von Jura bis Literatur ist alles dabei«, sagt Noah Hildebrandt zu den Fachrichtungen. Die Vielfalt zeichne die Internetseite aus. Nicht nur die festen Mitarbeiter würden für den Inhalt sorgen, sondern auch all jene, die kreativ tätig sein möchten, könnten ihre Projekte per E-mail einschicken.

Der erste Text des Blogs erschien im Februar, seitdem seien mehr als 20 weitere Texte plus fünf so genannte Zines (Bilder mit Textunterschrift) veröffentlicht worden, sagt Hildebrandt. Die Themenbreite reiche von der »Problematik des Menschseins« bis zum Zustellerjob bei der Post. Ergänzt werde die Palette von Formaten durch Videos auf einem Youtube-Kanal mit Musik, Interviews und Tutorials.

Im Social-Media-Bereich ist »kaffeeundkippen.de« auf Instagram vertreten. Dort habe die Seite schon eine beachtliche Reichweite erzielt, sagen die Gründer. Hildebrandt: »Wir haben eine sehr junge, studentische Zielgruppe, die wir mit Instagram ansprechen können. Wir planen, demnächst Werbung zu schalten, um überregionale Reichweite zu gewinnen.« Aber wieso eigentlich der Name Kaffee und Kippen? »Bei mir und Lukas fangen in unserer WG die meisten Gespräche morgens mit Kaffee und Zigaretten an, deswegen fanden wir den Namen ganz treffend«, sagt Hildebrandt.

Ein eigenes Magazin ist für die Zukunft geplant

Bleckmann und Hildebrandt haben auch Zukunftspläne. »Unser Traum ist es, dass wir irgendwann neben der Internetseite ein eigenes Magazin daraus machen können und dann natürlich auch ein bisschen Geld damit verdienen«, sagt Bleckmann. Zunächst soll ein Podcast folgen. Dafür sei bereits eine Pilotfolge aufgezeichnet worden, die in den nächsten Wochen auf »kaffeeundkippen.de« erscheinen wird. Im Podcast sollen Interviews geführt oder Alltagsthemen besprochen werden.

Höhepunkt des Projekts soll eine Kulturnacht werden, eine Art Varieté-Abend, bei dem junge Künstler ihr Talent auf die Bühne bringen können. Lesungen, Comedy und Musikstücke sind vorgesehen. Bleckmann: »Wir haben schon erste Gespräche zu einem Veranstaltungsort geführt und sind drauf und dran, die erste Kulturnacht vielleicht noch in diesem Jahr umzusetzen.«

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