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Von sofort an kein Unterricht mehr möglich – Schulbetrieb wird verlegt – am Wochenende werden 300 Flüchtlinge erwartet

Jahn-Realschule wird weitere Notunterkunft des Kreises

Lübbecke (WB). Die Jahn-Realschule in Lübbecke wird kurzfristig eine Notunterkunft für Flüchtlinge. Im Laufe des Wochenendes werden etwa 300 Menschen erwartet. In der Schule ist von sofort an kein Unterricht mehr möglich.

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Bereits seit vergangener Woche sei eine ganze Reihe von möglichen Unterkünften im Kreisgebiet geprüft worden. Gemeinsam mit der Stadt Lübbecke sei nun diese Lösung gefunden worden, teilte der Kreis am Mittwochnachmittag mit.

Da die Schule bis zum Wochenende für die neue Nutzung hergerichtet werden müsse, könne der Schulbetrieb dort nicht mehr stattfinden. Am Donnerstag, 17. September, und am Freitag, 18. September, entfällt der Unterricht. Er soll in die Pestalozzi-Schule verlegt werden.

Die Jahn-Realschule ist eine auslaufende Schule mit zwei Jahrgängen, die von 150 Schülern besucht wird.

Das sagen die Verantwortlichen

»Wir leisten mit dieser weiteren Notunterkunft angesichts der bundesweiten Entwicklung unseren Beitrag zu einer Unterbringung der großen Zahl von Flüchtlingen«, werden Landrat Ralf Niermann und Bürgermeister Eckhard Witte in der Mitteilung zitiert. »Auch wenn unsere Kapazitäten hier im Kreisgebiet sicher begrenzt sind und sich nicht mit den Möglichkeiten einiger anderer Regionen vergleichen lassen, ist unser Ziel, den Menschen hier im Kreis Unterkünfte zu bieten, in denen sie Schutz und Sicherheit finden können.«

»Anders als im bereits leer stehenden Bürogebäude in Veltheim ist es hier für uns von großer Bedeutung, dass wir diesen Schritt zur Einrichtung der Notunterkunft eng mit den direkt Betroffenen absprechen«, so Kreisdirektorin Cornelia Schöder als Leiterin des Stabes für Flüchtlingsfragen. »Wir möchten den Weg in diese neue Situation im Sinne der Schülerinnen und Schüler in enger Absprache mit der Schule und gerade auch der Elternschaft gehen.«

»Unseren Einsatzkräften macht es sehr viel Mut, wenn sie sehen, dass ihre Arbeit breite Unterstützung aus der Bevölkerung erfährt«, so Landrat Niermann. »Wir stehen alle vor keiner leichten Aufgabe – umso mehr danke ich allen, die uns hier unterstützen.«

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