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Zuschuss der Stadt Lübbecke ermöglicht sechsten Tag im Jugendzentrum, wenn Corona es zulässt

JaM will sonntags wieder öffnen

Lübbecke (WB/fn)

Derzeit ist das Jugendzentrum am Markt (JaM) wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Doch im Hintergrund tut sich Einiges.

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Bodo Borchard ist Jugendreferent des CVJM Lübbecke. Foto: Kai Wessel

Jugendreferent Bodo Borchard rechnet damit, dass in einigen Wochen zumindest wieder einige Präsenzangebote mit begrenzter Teilnehmerzahlmachbar sind. Konzepte dafür sind sowohl für die offene Arbeit als auch für die CVJM-Vereinsarbeit in Planung. Borchard: „Wir setzen darauf, dass unsere Ostereieraktion auch wieder möglich ist.“

Und wenn das JaM wieder öffnet, dann soll auch am Sonntag die Tür für Kinder und Jugendliche offen stehen, von 15 bis 19 Uhr ist die Planung. Dieser sechste Öffnungstag war zuletzt dem Rotstift zum Opfer gefallen und kann jetzt – auch dank Unterstützung aus der Lübbecker Politik – wieder eingeführt werden.

Wertvolles Angebot am Sonntag

Wie Bodo Borchard erläutert, hatte sich die Sonntagsöffnung über zehn Jahre hinweg als wertvolles Angebot etabliert. Vor allem die Kinder und Jugendlichen zwischen sieben und 25 Jahren, die nicht in Vereinen organisiert sind und auch zu Hause kaum Raum für Freizeitaktivitäten haben, nutzten den Treff. Über Ehrenamtliche und pädagogische Aushilfen stemmte der CVJM dies aus Eigenmitteln, denn der Kooperationsvertrag zur Trägerschaft der offenen Jugendarbeit zwischen CVJM, Kreis und Stadt deckt dies nicht ab.

4450 Euro jährlich kostet die Sonntagsöffnung. Deshalb fragte der CVJM eine zusätzliche Förderung zunächst als Projekt auf ein Jahr begrenzt an, denn der mühsam verhandelte Kooperationsvertragsollte nicht noch einmal aufgeschnürtwerden. Von kirchlicher Seite sei allerdings kein Geld zu erwarten, sagte Bodo Borchard jetzt in der Sitzung des Ausschusses für Jugend und Sport.

Auch andere Träger gefragt

Die Stadt Lübbecke unterstützt die offene Jugendarbeit des CVJMs im JaM mit aktuell etwa 25.000 Euro im Jahr, was 30 Prozent der Personalkosten entspricht. Für die Sonntagsöffnung schlug die Verwaltung vor, die Hälfte der beantragten Summe von 4450 Euro zu übernehmen, entsprechend der Sonderbezuschussung für andere Vereinsprojekte. Bürgermeister Frank Haberbosch betonte, dass er erwarte, dass der CVJM auch die anderen Kooperationspartner um Mithilfe bitte und nicht nur die Stadt.

Viel Unterstützung

Im Ausschuss versammelte sich dann aber die Politik hinter dem Antrag der CDU, dass sich der CVJM um Zuschüsse von Kreis und Kirche zwar bemühe, die Stadt dann aber die notwendigen Mittel in jedem Fall aufstocken soll. Einstimmig wurde dieser Antrag angenommen.

Im Nachhinein kann jetzt Borchard berichten, dass es vom Kreisjugendamt positive Signale für eine Förderung gegeben habe, die Stadt also wohl nicht die volle Summe tragen muss.

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