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Umbau der Zentralen Notaufnahme am Krankenhaus Lübbecke geht voran

Konzept der kurzen Wege

Lübbecke (WB). Nach 35 Jahren ist es an der Zeit gewesen, die Zentrale Notaufnahme im Krankenhaus Lübbecke neu zu gestalten. Jetzt ist der erste Bauabschnitt der ersten Sanierung seit 1985 fertig und fast vollständig in Betrieb. Ende Juli ist die Notaufnahme im laufenden Betrieb aus den alten Räumen in die neuen umgezogen. Der erste Bauabschnitt umfasste etwa 550 Qua­dratmeter. Drei weitere Bauabschnitte schließen sich noch an, bis alle Pläne und Details zusammengesetzt werden.

Viola Willmann

Die neuen Behandlungszimmer liegen an einem langen Flur und sind hell und modern gestaltet. Am Ende der umfangreichen Baumaßnahmen verfügt die Zentrale Notaufnahme im Krankenhaus Lübbecke über elf dieser Räume. Foto: MKK

„Das Wichtigste sind kurze Wege“, sagt Dieter Köster, Pflegerischer Leiter der Zentralen Notaufnahme. So befindet sich nach der Fertigstellung des Umbaus der neue Schockraum direkt neben der Fahrzeughalle. „Es ist ein gemeinsam getragenes Konzept von vielen einzelnen Bereichen“, ergänzt Jens Tiesmeier, Leitender Arzt für Notfallmedizin. Der alte Schockraum ist das Herzstück des zweiten Bauabschnitts. Dieser umfasst etwa 170 Quadratmeter.

Lange bevor im April 2019 mit den Arbeiten begonnen wurde, verteilte Dieter Köster Blankopläne an seine Mitarbeiter, um möglichst viele Ideen und Wünsche mit in die Planungen einfließen zu lassen. „Wir bauen das hier für uns“, sagt er. Aus diesem Grund sei auch beim Umzug eine hohe Motivation spürbar gewesen. Schließlich musste dieser im laufenden Betrieb über die Bühne gehen. „Wir hatten zwei Gruppen: eine, die sich um die medizinische Versorgung der Patienten gekümmert hat, und eine, die quasi als Möbelpacker und Umzugshelfer eingeteilt war“, berichtet Köster.

Fläche fast verdoppelt

In den Umbau investieren die Mühlenkreiskliniken etwa 4,5 Millionen Euro. Mitte 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Zentrale Notaufnahme breitet sich dann auf einer fast doppelt so großen Fläche im Vergleich zu vorher aus. Die Zahl der Behandlungsräume steigt von sechs auf elf, es gibt einen voll ausgestatteten OP-Raum, Wartebereiche, Personalzimmer und vieles weitere, was zu einer modernen Notaufnahme gehört. Im Jahr 2019 wurden 25.000 Patienten in der Zen­tralen Notaufnahme in Lübbecke behandelt. „Ich führe diese Statistik seit 2001, da waren es 14.000“, berichtet Dieter Köster. Ein Grund dafür sei auch die Zulassung von Seiten der Berufsgenossenschaft, die viele Patienten besonders aus dem nördlichen Umland nach Lübbecke führe.

Während der Umbauarbeiten kann es sowohl für Mitarbeiter aus auch für Patienten zu Staub- und Lärmbelästigung kommen. „Wir versuchen dies natürlich so gering wie möglich zu halten, aber ganz verhindern lässt sich das bei solch einem Umbau im laufenden Betrieb nicht“, sagt Christoph Weber, Leiter der Abteilung Technik. Da es mitunter auch zu einer veränderten Wegführung kommt, sind alle Wege ausgeschildert.

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