1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Luebbecke
  6. >
  7. Kunstrasenplatz ist bald fertig

  8. >

Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes Lübbecke

Kunstrasenplatz ist bald fertig

Lübbecke (ko). „Der Kunstrasenplatz ist im September fertig“, sagte Bürgermeister Frank Haberbosch. Es war eine gute Nachricht im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes (SSV) Lübbecke im Sportlerheim in Nettelstedt. 21 Delegierte und vier Vorstandsmitglieder aus 13 Vereinen besuchten die ordentliche Mitgliederversammlung, die aufgrund der Corona-Einschränkungen vom 21. April verschoben worden war.

Monika Köhme erhält für ihr jahrzehntelanges Engagement als Frauenwartin im Stadtsportverband einen Strauß Blumen aus der Hand des Vorsitzenden Reinhold Wöstehoff. Foto: Andreas Kokemoor

„Die Wartung und Pflege des neuen Platzes wird von der Stadt übernommen“, erklärte Frank Haberbosch. Sigrid Rohlfing-Sundermeyer von der Verwaltung, verantwortlich für den Bereich Sport, erklärte, dass die Stadt von Seiten der Vereine einen Ansprechpartner benötige. Die Nutzung verlange Regeln und Disziplin. Geregelt sei das Schuhwerk, Kaugummikauen sei verboten, Getränke aus Glasflaschen ebenfalls. Der Platz solle lange zur Verfügung stehen. SSV-Vorsitzender Reinhold Wöstehoff wünschte sich im Gegenzug einen konkreten Ansprechpartner für die Vereine.

Infrastrukur fehlt

Ein Problem ist die fehlende Infrastruktur. In diesem Zusammenhang machte Haberbosch darauf aufmerksam, dass die Nutzung der unmittelbar benachbarten Kreissporthalle als Umkleideraum und für Sanitärmöglichkeiten nicht möglich sei. „Wir haben aber noch die Stadtsporthalle“, sagte der Bürgermeister.

Unter Coronaregeln wurde die Versammlung abgehalten. Aus dem Jahresbericht ging hervor, dass nach der Bestandserhebung des Landessportbundes vom 1. Januar 2020 zum Bereich des SSV aktuell 31 Vereine mit 10.002 Mitgliedern gehören. Reinhold Wöstehoff machte in seinem Bericht darauf aufmerksam, dass Rolf Kleffmann als Bereichsleiter Schule und Freizeit im November in den Ruhestand gegangen ist. Seine Nachfolgerin wurde Jutta Diekmann. Sie war ebenso vor Ort wie Veronika Janzen als neue Ansprechpartnerin für die Hallenbelegung.

Frauenwartin Monika Köhme gab nach vielen Jahren ihren Vorstandsposten ab. Für sie konnte in der Versammlung keine Nachfolgerin gefunden werden, womit die Stelle vakant bleibt. Auch für den seit längerem offenen Posten des Pressewartes fand sich niemand. Beide Ämter werden kommissarisch wahrgenommen. Wie schwer es ist, Aktive für den SSV zu finden, zeigte die Wahl eines neuen Kassenprüfers, die sich lange hinzog, bis sich Rolf Panhorst vom Verein für Bewegung, Gesundheit und Sport bereit erklärte, diese Funktion zu übernehmen.

Sportlerehrung fällt aus

Die Sportlerehrung des Stadtsportverbandes war ein weiterer bedeutender Punkt. Bernd Wacker vom BSC Blasheim stellte den Antrag, in diesem Jahr auf eine Veranstaltung zu verzichten und auch niemanden zu ehren. Die Versammlung stimmte zu. Volker Arning vom TuS Nettelstedt erklärte: „Ich würde mich in diesem Jahr auch schwer tun, Vorschläge zu unterbreiten.“ Eine Ehrung solle angemessen sein. Der Vorstand hat ebenfalls beschlossen, dass das geplante Spielfest im Oktober ausfällt.

Reinhold Wöstehoff berichtete über das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“, wofür sich sieben Lübbecker Vereine beworben hätten. „Der Stadtsportverband Lübbecke konnte alle beantragten Projekte positiv bewerten, priorisieren und mit einer Stellungnahme der Kommune an die Staatskanzlei in Düsseldorf übergeben“, erklärte Wöstehoff. Lübbecke erhielt aus diesem Förderprogramm eine Fördersumme in Höhe von 345.370 Euro, die über die Sportorganisation verteilt werden. Im Vorfeld hatten die jeweiligen Vereine eine Gesamtsumme in Höhe von etwa 500.000 Euro eingereicht. Damit war die Fördersumme überschritten. Die Investitionspläne mussten überarbeitet und Kompromisse getroffen werden.

Mehr Zeit müssen und wollen die Sportler in Lübbecke jetzt mitbringen, wenn es wieder mehr und mehr in die Hallen geht. Hände waschen, Abstand wahren und Begegnungsverkehr vermeiden, in Kleingruppen nacheinander duschen und Hallen lüften ist angesagt. „Eins ist in Zeiten von Corona sicher, und das ist die Unsicherheit“, sagte Reinhold Wöstehoff, der auf die Disziplin der Sportler setzt.

Zwei erste Plätze

Der Stadtsportverband Lübbecke hat die ersten Plätze bei der Sportabzeichenaktion bekannt gegeben. Weil bei der Ermittlung dieser Zahlen der Quotient der Sportabzeichen-Erringer zur Mitgliederzahl entscheidend ist, kam Vorsitzender Reinhold Wöstehoff zu einem erstaunlichen Ergebnis. Sowohl der TuS Lübbecke mit 66 Sportabzeichen bei 314 Mitgliedern als auch der BSG Lübbecke mit 146 Sportabzeichen bei 695 Mitgliedern, erzielten einen Prozentsatz von 21,0 Prozent. Aus diesem Grund setzte der Stadtsportverband beide Vereine auf Platz eins. Darüber ließ Wöstehoff nicht abstimmen: „Das ist Vorstandsbeschluss.“ Dritter wurde der BSC Blasheim (46 Sportabzeichen bei 703 Mitgliedern, das sind 6,5 Prozent).

Startseite